Pressebericht
von Adrian Totaro

An der diesjährigen Deutschen Einzelmeisterschaft in Willingen nahm von den Schachfreunden Limburgerhof ihr junges Talent Nicolas Wagener teil. Nach den erfolgreichen Wettkämpfen in der Pfälzer und Rheinland-Pfälzischen Konkurrenz startete Nicolas beim U14-Turnier und errang 5 Punkte aus 9 Runden bei einem Gegnerschnitt von DWZ 1993. Dadurch verbesserte er seine Wertungszahl um knapp 80 Punkte. Die Punkteausbeute reichte für einen hervorragenden 18. Platz im starken Feld der DEM U14, derselbe Platz wie im Vorjahr bei der DEM U12.

Die Leistung ist insbesondere bemerkenswert, weil Nicolas noch dem jüngeren Jahrgang seiner Altersklasse angehört. Mit seiner Ausbeute erreichte er eines der besten Ergebnisse der rheinland-pfälzischen Delegation über alle klassischen Altersklassen hinweg. Durch seine enorme Spielstärke, die er innerhalb der letzten Jahre stetig aufwertete, darf er nun auch in der Mannschaft der Schachfreunde an Brett 1 Verantwortung übernehmen und die Gegner in der Bezirksliga das Fürchten lehren.

Die SF Limburgerhof sind stolz auf ihren Jugendspieler, dessen gute Platzierung noch nie ein Spieler der Schachfreunde bei der DEM U14 erreicht hat. 

Turniertagebuch
von Jügen Wortmann

Zum fünften Male mimmt Nicolas Wagener an der Deutschen Einzelmeisterschaft (DEM) teil.

Nicolas Wagener, gerade 13 Jahre alt geworden, hat sich in RLP in der Altersklasse U14 (der unter 14-jährigen) für die Deutschen Einzelmeisterschaften (DEM) vom 23.05. bis 31.05.2026 qualifiziert.

Dabei war seine Qualifikation dieses Mal mit einem 2.Platz durchaus wackelig, da sie nur auf Basis einer Buchholz-Feinwertung erfolgte. Nicolas hatte sich einen Infekt eingefangen und spielte die drei letzten Runden fiebrig. Nicolas wird also das fünfte Mal in Folge an der Endrunde in Willingen teilnehmen.

Dort erwarten ihn in seiner Altersklasse 46 Gegner nach Anmeldungsstand vom 04.05.2026. Es wird ein schweres Turnier für Nicolas, besitzen doch seine Gegner durchweg hohe Wertungszahlen. Während Nicolas DWZ 1839 und ELO 1879 besitzt, weisen seine Gegner in der Spitze DWZ 2156 und ELO 2275 mit einem Mittelwert von DWZ 1940 und ELO 1966 auf.

Immerhin reicht das starke Rating von Nicolas für den 37. Setzplatz. Nicolas spielt also in der zweiten Hälfte der Setzliste und erwartet in der ersten Runde einen der hoch gewerteten Spieler. Meine Spekulation ist, dass Nicolas in der ersten Runde am Brett 14 gegen Artem Kelembet DWZ 2024 aus Würtenberg spielt. Bericht

Meldeliste: DEM U14 2026: Meldeliste (Deutsche Schachjugend) (externer Link)

NicolasWagenerDEM2026

Anfahrt - das Abenteuer beginnt

Bei strahlendem Himmel brachen wir am Samstag um 10 Uhr Richtung Willingen auf. Unser Gefährt: ein vollgeladener BMW i3, bereit für die Mission. Die Navigation warnte früh vor einer Blockade der Rheinbrücke bei Viernheim, also wählten wir vorsorglich die Ausweichroute über Worms. Die zusätzlichen Kilometer machten einen Zwischenstopp an der Raststätte Pfungstadt nötig, bevor wir am Max‑Eyth‑Weg in Großlinden erneut nachluden. Der benachbarte DM‑Markt bot die Gelegenheit, die letzten freien Winkel im i3 mit „unverzichtbaren“ Dingen zu füllen. Bis hierhin lief alles erstaunlich glatt.

Doch die Ruhe währte nicht lange. Auf der geplanten Route über Bracht gerieten wir in ein Labyrinth aus Baustellen und Fahrverbotsschildern, die uns von allen Seiten einkreisten. Jeder vermeintliche Ausweg führte nach wenigen Kilometern in immer abenteuerlichere Wald- und Feldwege. Auch die Versuche, sich mit der lokalen Bevölkerung über alternative Routen auszutauschen, endeten in einer Mischung aus kryptischen, unpräzisen und leicht ungehaltenen Wegbeschreibungen.

Nach zwanzig Minuten orientierungslosen Herumprobierens entschieden wir uns schließlich für einen verkehrswidrigen, aber passierbaren Weg durch eine schmale hohle Gasse – ein kleiner Regelbruch, der uns glücklicherweise wieder auf die reguläre Route zurückführte. Danach verlief alles problemlos, und um 15 Uhr erreichten wir ein sonniges, warmes und ausgesprochen einladendes Willingen.

Die sonst oft umständliche Anmeldeprozedur zur DEM erwies sich diesmal als erfreulich unkompliziert. Auch die Begrüßung durch Teilnehmer und Delegationsmitglieder aus Rheinland‑Pfalz war herzlich. Weniger begeistert zeigte sich Nicolas über das obligatorische DEM‑Shirt: „Noch eins?“ – und dann auch noch eine Nummer zu klein. In seiner aktuellen Wachstumsphase ist das allerdings kaum zu vermeiden.

Runde 1

Der Gegner der 1.Runde war der sehr erfahrene Mateo Gabriel Junge mit einer DWZ von 2044. Nicolas hatte Weiß. Eine sehr schwere Auslosung für Nicolas. Zur Vorbereitung fanden wir ca. 80 Partien von Mateo in den Schach-Datenbanken. Daraus war zu entnehmen, dass Mateo gerne Caro-Kann spielt.

Nicolas nutzte seine Vorbereitung gut und erhielt eine ausgeglichene Stellung, die er konzentriert behandelte. Schließlich erspielte er sich sogar klaren Vorteil - fast eine Gewinnstellung. Aber er übersah ein Gegenspiel seines Gegners. Der dachte wohl schon auf der Gewinnerstraße zu sein. Nicolas fand aber eine sehr schöne und präzise Abwicklung in eine Zugwiederholung.

Damit fand die 4,5 h dauernde Partie ein Ende mit einem verdienten Remis für beide Spieler. Die Trainer spendeten dafür Nicolas großes Lob.

Runde 2

In der zweiten Runde wurde Nicolas gegen Theo Draude DWZ 1966 ausgelost. Aufgrund des lang andauernden Spiels in der ersten Runde blieb diesmal kaum Zeit zur Vorbereitung. So musste Nicolas lediglich mit der Information ans Brett, dass Theo ein e4-Spieler ist, und häufig einen offenen Sizilianer anstrebt.

Beide Spieler „ballerten“ die ersten Theoriezüge aufs Brett. Das offensichtlich große Selbstbewusstsein beider Spieler war aber bei Nicolas nicht angebracht. Gegen den gut vorbereiteten Gegner verwechselte Nicolas erst einen Zug seines Repertoires und schlug dann noch leichtsinnig und offensichtlich ohne viel nachzudenken auf b2 einen Bauern mit seiner Dame. Als die Dame dort angegriffen wurde, merkte Nicolas, dass alle Rückzugwege seiner Königin abgeschnitten waren. Ein Anfängerfehler, der nicht passieren sollte.

Kurze Zeit später war das Spiel zu Ende. Nach dieser Runde sparten die Trainer nicht mit Kritik.

Vorbereitung Runde 3:

Die Runde 3 wird morgen um 14:30h gespielt. Da sollte genug Zeit zur Vorbereitung sein. Mal sehn, Nicolas spielt morgen mit Weiß gegen Ben Kaufmann mit einer DWZ von 2051.

Runde 3

In Runde 3 spielte Nicolas gegen Ben Kaufmann aus Württemberg mit einer DWZ von 2051, der bereits für Deutschland in einer Auswahl startete. Ben spielt Französisch - gegen diese Eröffnung spielt Nicolas sehr gerne. Entsprechend selbstbewusst ging er ans Werk. Er spielte so schnell, dass er zeitweise mehr als ein halbe Stunde Vorsprung auf der Uhr erzielte.

Nach einem taktisch sehr scharfen Spiel versandete die Partie aber in einem riesigen Remissumpf, den ich (Jürgen) so noch nie gesehen habe. In diesem Sumpf konnten beide Spieler halbwegs fast beliebige Züge ziehen. Die Schachengine zeigte in sehr langer Zugfolge trotzdem immer 0.0, d.h. Remis - Remis - Remis.

Erst am Ende der Partie deutete sich eine Gewinnmöglichkeit für Nicolas an, die aber von Ben wohl objektiv zu verteidigen war. Nun war die Endstellung vom Typ schlechter Läufer gegen guten Springer vermutlich für Nicolas leichter zu bespielen. Trainer GM Galdunts meinte, Nicolas hätte weiterspielen sollen. Die Analyse mit Scachprogramm Stockfish ergab makelloses Spiel beider Spieler.

Vorbereitung Runde 4:

Die Runde 4 beginnt morgen wieder einmal um 8:30h. Da heißt es morgens schnell zu frühstücken, denn eine Minute Verspätung am Brett bedeutet Spielverlust. Allerdings steht morgen nur eine Partie auf dem Plan. Der morgige Nachmittag steht für die Spieler zur freien Verfügung. Der morgige Gegner heißt Daniel Hepp, DWZ 1915, vom FC Bayern München. Daniel spielt in der Landesliga Bayern und war sogar für die ersten Bundesliga gemeldet, kam aber dort nicht zum Einsatz. Also morgen wartet wieder ein erfahrener, leicht favorisierter Schachspieler auf Nicolas. Wir sind gespannt. Na, dieses Jahr sind in Willingen die Wolken ausgegangen. Dafür ist es mächtig warm mit gefühlten 30°C.

Runde 4

In Runde 4 spielte Nicolas gegen Daniel Hepp, DWZ 1915, vom FC Bayern München. Beide Spieler waren gut vorbereitet. Auf die sizilianische Fianchetto Variante antwortete Nicolas klassisch mit einem Maroczy – Bind. In dieser Variante konzentriert sich das Spiel stark auf die schwarze Hauptdiagonale. Das war auch in diesem Spiel der Fall.

Dass nach einem Abtausch von Figuren die Dame so schnell auf einem Feld der schwarzen Hauptdiagonale landete, hatte Nicolas bestimmt nicht erwartet. Danach kam es für wenige Züge zu einem scharfen Spiel auf der c-Linie. Daniel Hepp erhielt für einen Moment die Gelegenheit in Vorteil zu kommen, glücklicherweise für Nicolas nutzte er die Gelegenheit nicht. Danach verflachte das Spiel zunehmend und landete in einem langweiligen remisigen Endspiel und der Einigung auf ein gerechtes Remis.

Nach dem Spiel startete der Willingen-Dauerbrenner - jedes Jahr Sommerrodelbahn. Dieses Mal war der Hin- und Rückweg aufgrund großer Hitze besonders beschwerlich.

Nikolaus spielt danach noch in einem Paar-Blitzturnier mit - leider mit bescheidenem Erfolg. Vorbereitung Runde 5: Die Runde 5 beginnt morgen wieder einmal um 8:30h. Der morgige Gegner heißt Nasar Tasarenko, DWZ 2077, ELO 2095 aus Brandenburg, der auf dem achten Platz in der Startrangliste gesetzt wurde. Wir erwarten ein klassisches abgelehntes Damengambit.

Morgen gibt es wieder zwei Partien.

Runde 5

Der heutige Gegner heißt Nasar Tasarenko, DWZ 2077, ELO 2095 aus Brandenburg, der auf dem achten Platz in der Startrangliste gesetzt wurde.

Wir erwarten ein klassisches abgelehntes Damengambit.; gespielt wurde ein c3-Sizilianer (Alapin). Die Vorbereitung war für die Katz, aber Nicolas glich durch präzises Spiel bald den Anzugsvorteil aus. Erst im Endspiel zog sein Gegner den b-Bauer nach b4. Damit war das Spiel entschieden. Dieser harmlos erscheinende Zug war ein krasser Fehler, den Nicolas konzentriert zum Sieg nutzen konnte. In der aktuellen Tabelle belegt Nicolas den 21. Platz. Nicolas spielte die Partie mit einer 98% Quote.

Runde 6

Die Runde 6 begann um 16:30h. Der Gegner hieß Max Leonhardt, DWZ 1915 aus Brandenburg. Nicolas hatte Schwarz. Die Vorbereitung gegen Max war etwas diffizil. Grund war, dass er drei verschiedene Eröffnungen In der Vergangenheit und in diesem Turnier gespielt hatte. 1.Sf3, 1.d4, und 1.c4. Dieses Mal wählte Max den Zug Sf3.

Aus diesem Zug entwickelte sich schnell die Tarrasch-Haupt-Variante, mit der Nikolas eigentlich gut vertraut ist. Nur der Gegner wählte eine ihm unbekannte Untervariante. Nicolas spielte eine zu passive Antwort und geriet bald in ein Endspiel, das sehr unvorteilhaft für ihn war. Dann begann die Verteidigungsschlacht in aussichtsloser Stellung. Die Engine beurteilte die Stellung zeitweise +5s Bauerneinheiten vorteilhaft für Max.

Das Endspiel war allerdings sehr schwierig. Beide Spieler hatten große Probleme es richtig zu behandeln. Beiden rauchten die Köpfe. Und Max patzte zweimal heftig. Nicolas bekam die Gelegenheit das Spiel auszugleichen und er nutzte die Gelegenheit. Ein Motiv des Endspiels, das Nikolas nutzen konnte, war die falsche Feldfarbe des Läufers von Max.

Ein glückliches Remis für Nikolas, dass er sich aber durch großen Kampfgeist schwer verdiente. Mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 3 Punkten aus 6 Spielen liegt Nicolas im Mittelfeld des stark besetzten Turniers. Morgen wartet wieder ein schwerer Gegner.

Runde 7

Der heutige Gegner hieß Eduard Rau, DWZ 2004, aus Württemberg. Wir erwarteten eine italienische Eröffnung, die auch auf das Brett kam.

Nicolas spielte den etwas anrüchigen Fried Liver Attack, der von Nicolas in eine schlechte Nebenvariante geführt wurde, die offenbar beide Spieler nicht kannten. Nach wenigen Zügen in Verluststellung gelang es Nicolas seine Stellung zu verbessern und so scharf anzulegen, dass sein Gegner den Überblick verlor. Die Analyseengine urteilte über die Stellung: Manche mögen es heiß.

Die Partie endete mit einem sehenswerten taktischen Schlag von Nicolas. Die Analyseengine urteilte über die Partie: "Ein Abtraum für Schwarz und eine brilliante Partie von Wagener."

Nicolas hat nun 4 Punkte gesammelt und belegt damit den 16.Rang. Morgen geht es um 8:30h gegen die deutsche Kaderspielerin Alicia Kovalscyy, DWZ 1999. Ja, im Feld der Jungen spielt ein Mädchen mit.

Runde 8

Gegen Alicia Kovalskyy musste Nicolas eine Nielage einstecken.

Runde 9

Der Gegner der Schlussrunde hieß Artur Hoppe aus Berlin mit einer DWZ von 1970. Mit diesem Gegner hatte Nicolas noch ein „Hühnchen zu rupfen“. So hatte Artur Nicolas bei den letzten deutschen Meisterschaften eine klare und schmerzhafte Niederlage bereitet. Nicolas wollte Revanche. Damals hatte Artur Nicolas mit einem Drachenaufbau überrascht. Was spielt Artur heute? Natürlich spielte Artur den sizilianischen Drachen. Aber jetzt war Nicolas mit Hilfe von GM Galdunts vorbereitet.

Beide Spieler wählten einen klassischen Drachenaufbau mit entgegengesetzten Rochaden. Nicolas beendete die Eröffnung mit spürbarem Vorteil, fand anschließend jedoch nicht die optimalen Pläne, sodass Artur ausgleichen konnte. Genau in diesem Moment brach die Übertragung der Partie ab. Als die Internetverbindung wieder stand, war die Entscheidung bereits gefallen: Nicolas hatte gewonnen.

Erneut bewies das Schachtalent aus Limburgerhof in einer komplexen Stellung den besseren Überblick. Als er schließlich einen praktisch unausweichlichen Turmgewinn androhte, gab Artur frühzeitig auf. Ein überraschend glatter Sieg nach einem gegnerischen Patzer beschloss ein insgesamt herausragendes Turnier für Nicolas.

Mit 5 Punkten aus 9 Runden gegen einen Gegnerschnitt von DWZ 1993 erspielte er sich eine neue DWZ von 1917 (+78). Diese starke Ausbeute bedeutete einen hervorragenden 18. Platz im hochkarätigen Feld der DEM U14 – derselbe Rang wie im Vorjahr in der U12. Besonders bemerkenswert: Nicolas gehört in seiner Altersklasse noch dem jüngeren Jahrgang an.

Seine Spielstärke ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen, und vieles spricht dafür, dass dieser Trend anhält. Wir sind gespannt, was Nicolas in den kommenden Jahren – und bei der nächsten DEM – leisten wird. Mit seinen 5/9 erzielte er eines der besten Ergebnisse aller rheinland-pfälzischen Teilnehmer über sämtliche Altersklassen hinweg.

Der Verein ist stolz auf seinen Jugendspieler: Eine so gute Platzierung hat bei der DEM U14 in der Vereinsgeschichte noch niemand erreicht - aufgrund seiner Entwicklung wird Nicolas künftig das Spitzenbrett der 1. Mannschaft der Schachfreunde Limburgerhof übernehmen. 

 

Aktueller Spielstand (externer Link):  Nicolas Wagener – DEM U14 2026 (Deutsche Schachjugend) 

Rückblick 2025

Nicolas DEM2025 

Nicolas Wagener 2025

Tabellenendstand 2025  (externer Link): Nicolas auf Platz 18 (von 66).

 

 

Zum vierten Male nahm Nicolas Wagener  an der Deutschen Einzelmeisterschaft teil, die vom 8.6.-15.6.2025 in Willingen stattfand.  Er startete in der Altersklasse U12 (DEM 2025 U12 (externer Link)).  Außerdem war aus Limburgerhof Colin Jones  im Offenen Turnier der Gruppe B dabei (ODJM B (externer Link)).

Nicolas DEM2025

Hier geht es zum  Spielerprofil von Nicolas (externer Link).

Colin ODJM2025

Hier geht es zum Spielerprofil von Colin (externer Link)

 

TURNIER-TAGEBUCH

Coach Jürgen Wortmann berichtet im nachstehenden Tagebuch über "unsere" Limburgerhofer Kandidaten.

Nicolas Wagener und Colin Jones auf der DEM 2025 und ODJM

Bericht von Jürgen Wotmann

Anreise

Um 9:00h starteten wir pünktlich in Richtung Willingen. Der Routenplaner gab knapp mehr als 3 Stunden vor. Die Reisedauer war angesichts von Regenwetter und dichtem Verkehr allerdings deutlich länger. Die kurvige Wegstrecke auf einsamen Sauerländer Bergen führte zu Reiseübelkeit und kaltem Schweiß auf meiner Stirn. Wir benötigten über 4 Stunden und waren froh, als wir in Willingen ankamen. Um 17.30h war RLP-Mannschaftsbesprechung. Dort konnten alte Bekannte aus deutschen Meisterschaften der Vorjahre und auch Colin Jones aus Limburgerhof begrüßt werden. Danach wurden wir durch einen Platzregen kräftig geduscht und mussten die nassen Sachen zum Trocknen aufhängen und die Ersatzkleidung aktivieren. Colin Jones ist im Offenen Turnier Gruppe B dabei. Colin ist im Mittelfeld gesetzt. Die Erwartung ist, dass Colin etwa gleich starken Gegnern bespielen muss. 

Auf die Plätze ...

Das Feld der U12-Spieler zählt 66 Spieler. Nicolas Setzplatz ist 32. Das bedeutet, dass Nicolas gegen einen Spieler aus dem hinteren Bereich der Setzliste gelost wird. Wir sind gespannt. Die Konkurrenz ist stark. Drei Spieler über 2100 DWZ – sechs Spieler über 2000 DWZ - 14 Spieler über 1900 DWZ. Da können die Erwartungen nicht euphorisch sein. Erst einmal warten, welcher Gegner Nicolas‘ zugelost wird.

Nun wurden die Paarungen gelost. Nicolas spielt morgen mit Schwarz gegen Nhat Nam Tran mit einer DWZ von 1341. Nicolas sollte der Favorit sein. Aber man weiß ja nie. Colin spielt gegen Jakob Schächtelin mit einer DWZ von 1760. Ich traue Colin eine Überraschung zu. Jetzt heißt es Daumen drücken. 

... fertig, los

08.06.2025 - Sechs Uhr früh in Willingen. Es regnete die ganze Nacht. Nun trieft es draußen nicht mehr, aber tiefe dunkle Wolken hängen in den Bäumen bei mäßigem Wind. Der Wetterbericht prophezeit eine Höchsttemperatur von 11°. Sauwetter! Ein Kontrollblick durchs Fenster zeigt: Es regnet wieder! Um 8:30 startet die erste Runde. Beim Gang ans Brett erfrischt uns kalter Regen.

RUNDE 1

Am Brett sieht sich Nicolas mit der Jobava-London-Variante konfrontiert. Nicolas zieht schnell, verrechnet sich in einem Abtausch und landet in einer schwierigen Stellung. Nach weiteren Abtäuschen gelangt Nicolas in ein total verlorenen Endspiel. Sein Gegner lässt sich aber nicht lumpen und erlaubt Nicolas etwas Gegenspiel … und Nicolas schwindelt sich durch und erreicht mit Müh und Not ein Remis.

Colin spielte gegen seinen 200 DWZ stärkeren Gegner eine Sizilianische Partie. Dabei gelang es ihm nicht mit Weiß eine aktive Stellung zu erreichen. Man muss es zugeben, sein Gegner fand bessere Lösungen am Brett und Colin geriet Zug um Zug eine schwierigere Stellung. Schließlich musste Colin das Endspiel mit Minusfigur aufgeben.

Der Regen wird kälter und der Wind frischt auf – Sauwetter halt! Wiederhole ich mich?

RUNDE 2

15:30h: In der zweiten Runde wird Nicolas mit Levin Wettstein ein nominell gleich guter Gegner zugelost. Nicolas erhält nach holprigem Start eine leicht vorteilhafte Stellung, die er aber nicht ausreichen gut nutzen kann. … und dann macht sein Gegner das, was Nicolas in Runde 1 fast zum Verhängnis wurde. Er tauscht in ein verlorenes Endspiel ab. Nicolas gewinnt das Endspiel überlegen. In der heutigen Doppelrunde erreichte Nicolas mit viel Glück ein hervorragendes Ergebnis: 1,5 Punkte aus 2 Partien. Als Lohn muss Nicolas morgen um 14:00h gegen einen 200 DWZ stärkeren Gegner bestehen. Immerhin wird morgen nur eine Partie gespielt. Das U12er Feld ist extrem stark besetzt. Das zeigt sich darin, dass ich so viele Remispartien und überraschende Ergebnisse bei einer deutschen Jugendmeisterschaft noch nicht erlebt habe.

Colin gewann im ODJM Turnier Gruppe B in der zweiten Runde seine Partie gegen einen nominell mehr als gleich starken Gegner im Jobava-London-system. Sein Gegner erreichte eine leichte Gewinnstellung. Doch Colin wehrte sich zäh. Schließlich setzt er in komplexer Stellung einen präzisen taktischen Konter. Danach spielte Colin sicher bis zum sehr verdienten Sieg weiter.

 RUNDE 3

09.06.2025 sieben Uhr in Willingen. Die Nacht war trockener. Es ist kalt, bedeckt mit hellen Wolken. Nicolas und Colin spielen die dritte Runde um 14:00h. Nicolas mit Schwarz gegen Harshill Pradeep DWZ 1926. Colin mit Weiß gegen Clara Yumi Kanno DWZ 1741. Beide Spieler haben also eine schwere Aufgabe gegen DWZ stärkere Spieler vor sich.

Nicolas kam gut aus der Eröffnung und erarbeitete sich großen Vorteil, den er viele Züge verteidigte. Das Spiel spitzte sich auch durch ein Springeropfer seines Gegners immer mehr zu. Nicolas nahm völlig richtig das Opfer nicht an. Als in Folge Nicolas einmal einen ungenauen Zug zog, entwischte sein Gegner doch noch in ein Dauerschach. Gegen seinen DWZ-überlegenen Gegner erreichte Nicolas ein mehr als verdientes Unentschieden. Das war klasse gespielt von Nicolas. Nicolas spielt damit im Turnier oben mit. Das bedeutet für morgen, ein weiterer 1900er wartet. Vermutlich hat dann Nicolas aber Weiß.

Nicht so gut lief es für Colin. Seine Partie sah einigermaßen ausgeglichen aus. Dann übersah Colin eine zweizügige Abwicklung und verlor durch Matt. Das war schade!

RUNDE 4

10.06.2025 acht Uhr in Willingen. Der Himmel zeigt sich bedeckt mit hohen Wolken. Noch ist es kalt, aber der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage eine deutliche Erwärmung voraus.

Nicolas und Colin müssen heute früh um 8:30h ans Brett, spielen aber heute jeweils nur eine Partie. Nicolas kämpft mit Weiß gegen Sepas Zargaran DWZ 1861, der bislang 1,5 Punkte erzielt hat. GM Galdunts hat ihn auf die Kolle-Zuckertort Eröffnung eingestellt. Das ist eine heftige Änderung seines Eröffnungsstils. Sein Gegner wird möglicherweise überrascht sein. Ich bin hoffnungsfroh, aber skeptisch.

Colin bespielt Paul Matti Kutz DWZ 1761 mit Schwarz. Beide Spieler dieser Partie haben bislang einmal gewonnen. Eine schwere Aufgabe für Colin. Aber ich denke er hat gute Chancen.

12:50h: Die Spiele sind beendet. Colin hat einen "Spanier" verloren. Das Spiel lief leider recht einseitig auf ein Tor. Nicolas hat Remis gespielt. Nicolas‘ Eröffnungswahl war goldrichtig. Nicolas Gegner kannte anscheinend „die Theorie“ nicht. Nicolas erhielt in der Eröffnung merklichen Vorteil, dann schickte er aber den falschen Bauern in die gegnerische Stellung hinein und sein Vorteil verflüchtigte sich. In Folge spielte Nicolas mit Initiative – auch mit Bauernopfer – weiter und gab dem Gegner Gelegenheit zu patzen. Allerdings fand sein Gegner gute Antworten, ja mehrere einzige Züge, wonach die Partie in ein ausgeglichenes Turmendspiel mündete. Die Kontrahenten einigten sich auf ein begründetes Remis.

RUNDE 5

10.06.2025 18:00h Uhr in Willingen. Es regnet wieder einmal. Nicolas und Colin müssen morgen wieder um 8:30h ans Brett. Eine Doppelrunde wartet. Um 14:30h heißt es sich ein zweites Mal zu konzentrieren.

Nicolas‘ Gegner heißt Nilash Nethul Kottage mit einer DWZ von 1893. Nicolas hat Schwarz. Kottage hat bislang im Turnier einmal mit Weiß gespielt, 1.c4, Englisch, gezogen und eine Maroczy Bauernstellung aufgebaut.

Colins Gegner heißt Milosz Mlynarski mit DWZ 1449. Über seine Spielweise ist mir nichts bekannt - ein echtes „blind date“.

11.08.2025 13:00h: Beide Limburgerhöfer haben verloren. Beide gerieten in schwierige Stellungen und fanden nicht den richtigen Ausgang.
Colin kam aus der Eröffnung leicht in Nachteil mit Bauernminus. Im Endspiel gab ihm sein Gegner noch eine Chance zu einem Remis. Doch Colin fand den einzigen Remiszug nicht. Der Gegner wandelte schließlich seinen Mehrbauern in eine Dame um und gewann die Partie.

Nicolas erhielt mit Schwarz eine ausgeglichene Stellung. Er spielte danach (zu) offensiv auf Gewinn. Das war objektiv nicht schlecht, allerdings verringerte sich die Stabilität seiner Stellung. Er musste die besten Züge finden - dann wäre alles gut gewesen. Schließlich war ein Bauernopfer, gefolgt von einem Turmopfer gefragt, um in ein Dauerschach zu entkommen. Nicolas fand die Zugfolge nicht. Danach war die Stellung hoffnungslos.

Nachdem Spiel beschwerte sich Nicolas über das die Konzentration störende Verhalten seines Gegners – Geräusche und Rumgehampel. Regelkonform wäre ein Gang zum Schiedsrichter gefragt gewesen. Erfahrungsgemäß besitzen aber Beschwerden beim Schiedsrichter in solchen Dingen geringe Erfolgsaussichten. Man ärgert sich über die Reaktion des Schiedsrichters, was die eigene Konzentration weiter gefährdet. Letztlich scheint es das Beste zu sein, das störende Gegnerverhalten weg zu atmen – schwer aber alternativlos.

RUNDE 6

11.06.2025 14:30h Uhr in Willingen. Geringe Bewölkung mit Sonnenschein. 16° Außentemperatur Nicolas gegen den Französisch-Spieler (und etwas Sizilianisch) Arthur Hoppe DWZ 1971 mit Weiß. Nicolas ist ob der Niederlage nervös und will noch schnell eine neue Eröffnung lernen. Er wirkte zerstreut und müde. Mit vereinten Kräften haben wir uns danach darauf geeinigt, in halbwegs bekanntem Eröffnungsterrain zu bleiben.


18:00h: Bei den guten Vorsätzen blieb es. Arthur Hoppe spielte überraschend einen Sizilianischen Drachen. Nicolas wählte eine zu langsame Antwort und wurde danach komplett überspielt. Er verlor sehr, sehr schnell. Dann war Trauerarbeit gefordert.

Colin mit Schwarz gegen Kassiya Boroshneva (DWZ 1331) erreichte eine - milde formuliert - komplexe undurchsichtige Stellung, die die Engine mit 0.0 bewertete. Die Bauern beider Farben verkeilten sich in einer Doppel-Bauernkette, die das das Brett in zwei Hälften teilte. Kein König könnte die Ketten passieren. Dann erlaubte Colins Gegnerin den Durchbruch von Colins Turm. Auch ein Turm von Kassiya brach antwortend durch. Unter dem Ansturm der gegnerischen Türme zerfiel die so stabil erscheinende Kette. Doch Colins Turm war effektiver und schneller, befreite einen Bauern, der sich in Richtung Grundlinie in Bewegung setzte. Er erreichte die Grundlinie und wandelte sich zur Dame. Die Dame zusammen mit dem durchgebrochenen Turm konnte dann schnell den weißen König Matt setzen.

RUNDE 7

12.06.2025 08:30h Uhr in Willingen keine Wolke verdeckt den Himmel. 

14:00h. Es ist schon beeindruckend, wenn man kurz von Rundenbeginn sich im Eingangsbereich des Spielsaals befindet und sieht, wie hunderte Spieler in Begleitung von Eltern und einigen Trainern zu ihren Brettern eilen. Dicht drängt in großer Eile eine bunte Mischung jugendlicher Spieler, allen Alters und Geschlechts durch enge Zugänge. Alle nervös und konzentriert, die Augen in die Ferne gerichtet, kurz noch ein Schwätzchen mit einem Spielkollegen „und dann habe ich die Dame gewonnen“, dann aber weiter und weiter, jede Lücke im Menschenstrom nutzend. Die meisten Spieler, Eltern und Trainer im auffällig zerzausten Look, während einige wenige Mütter aufwändig dekoriert daher stolzieren. Letzte Hinweise an den Nachwuchs sind zu hören: „immer ausreichend trinken“ „wo ist dein Stift“. Irgendwie wirkt das Gedränge seltsam faszinierend und traumhaft fantastisch.

Nicolas spielt in der 7. Runde mit Schwarz gegen Rasmus Döscher DWZ 1560. Rasmus spielt bisher im Turnier zweimal 1.d7 und verlor zweimal in einer Grünfeld Variante. Einmal spielte er 1.e4, landete in einer ausgeglichenen französischen Partie und erzielte ein Remis. Was spielt er? Das ist die Frage aller Fragen.

Colin spielt heute mit Weiß gegen Eva Krannich, eine Spielerin aus der RLPer Delegation vom Sfr. Heidesheim. Eva ist zwei Jahre jünger als Colin und hat im Turnier bislang wie Colin zwei Punkte ergattert.


20:30h: Colin und Nicolas haben gewonnen. Ich habe die vollen Partien mit gefiebert und gehofft, dass starke Züge von den Beiden gefunden werden. Ich muss sagen, einige Lösungen haben mich begeistert.

Colin gewann in einem taktischen Abtausch in komplexer Stellung die Qualität, die er gewitzt bis ins Endspiel verteidigte. Dabei geriet sein König in ein Gefängnis mit einem Bauern als Torwächter. Einmal straucheln in der Variantenberechnung hätte den Partieverlust bedeuten können. Aber Colin umschiffte alle Gefahren und gewann das Endspiel überzeugend gegen seine gut spielende junge Gegnerin. Die Analyseengine urteilte über die Partie „unterhaltsames Spiel von Jones“. In der Formulierung kommt wohl zum Ausdruck, dass Colin kreativ und aggressiv spielte. Colin spielt morgen mit Schwarz gegen Philipp Golke DWZ 1692. 

Nicolas entschied sich, mit GM Galdunts gegen Rasmus auf das Albin Gegengambit zu setzen. Die Eröffnung hat Nicolas noch nicht gespielt. Routiniert und schnell inhalierte er die Hauptvarianten und war fit für seinen Gegner. In der Partie antwortete der mit Sicherheitszügen, die nicht kritisch waren. Dann aber ging die g-Linie auf Nicolas‘ rochierten König auf und wurde zunächst mit einem, dann später mit zwei Türmen besetzt. Darüber hinaus fesselten Dame und Läufer Nicolas Bauernschild vor seinem König. Dem Trainer wurde mulmig angesichts der schweren Drohungen, z.B. Turmopfer mit Folgematt. Nicolas dachte ein halbe Stunde nach und fand nicht den besten aber einen starken Verteidigungszug. Danach musste sein Gegner mit guten Zügen nachlegen. Es gelang ihm nicht ausreichend gut. Er schaffte zwar noch weitere Drohungen zu generieren, aber Nicolas fand in entscheidenden Situationen kreative und starke Gegenzüge. Dann verzettelte sich Rasmus im Angriff, verlor völlig den Faden und ging unter. Die Analyseengine urteilte über die Partie „cooles Spiel von Wagener“. Sie hatte offenbar erkannt, wie hart Nicolas am Wind in seiner Partie segelte. Nicolas hat morgen Weiß gegen Hannes Obermair mit DWZ 1649.

RUNDE 8

13.06.2025 06:30h Uhr in Willingen leicht bewölkt. Die prognostizierte Höchsttemperatur beträgt 24°C.  Es ist Freitag, der 13! 

Runde 8 beginn um 8:30h Hoffentlich kommen beide Spieler ausgeruht und wach ans Brett. Nicolas spielt mit Weiß gegen Hannes Obermair mit DWZ 1649. Colin spielt mit Schwarz gegen Philipp Golke DWZ 1692.

13:00h: Nicolas hat gewonnen. Nicolas eröffnete im Colle-Zuckertort-System. Angesichts seines gestrigen Sieges spielte Nicolas aggressiv und beachtete Gegenspieloptionen seines Gegners kaum. Es wundert nicht, dass Nicolas so der kontrollierenden Engine keine gute Bewertung abringen konnte. Schlimmer noch nach weiteren überoptimistischen Zügen landete Nicolas in einer Verluststellung. Er schwenkte einen Turm und eine Dame an den Königsflügel, wo es zwischen gegnerischen Bauern ziemlich eng wurde. Schließlich kam es zur Entscheidung, als sein Gegner einen Ausfall gegen Nicolas Dame unternahm. Es gab nur einen Gewinnzug, der gab eine 7fachen Bauernvorteil – andere Züge ergaben mindestens einen Nachteil von zwei Bauern. Glücklicherweise fand Nicolas den Gewinnzug immerhin ein Turmopfer bei gegenseitiger Damenbedrohung. Danach kollabierte das Spiel seines Gegners schnell und Nicolas gewann durch Aufgabe seines Gegners, ein Zug vor einem Matt. Ein glücklicher Sieg.

Colin spielte Remis. Über eine Wiener Partie und Zugumstellung wurde eine typische Italienische Stellung erreicht. Sein Gegner griff beherzt, aber unpräzise an. Colin erreichte im Endspiel Vorteil, ja fast eine Gewinnstellung. Im Turm-Springer-Endspiel erhielt Colin einen starken Freibauern, den er zur Umwandlung hätte führen können. Darauf basierte ein Engine-Bewertungsvorteil auf +5. Leider für Colin tauschten er und Philipp Türme und Freibauer ab und der große Vorteil verflüchtigte sich. Keiner Seite gelang es danach mehr einen siegbringenden Vorteil zu erspielen. Die Partie endete 30 Züge später in einem begründeten Remis.

RUNDE 9

14.06.2025 07:30h Uhr in Willingen leicht bewölkt. Die prognostizierte Höchsttemperatur beträgt 28°C. Die letzte Turnierrunde steht an. 
 
Runde 9 beginnt um 8:30h Bei Nicolas ist es noch später und er eilt noch hurtiger ans Brett als an anderen Tagen. Nicolas spielt mit Schwarz gegen Ove Neelis Braren mit DWZ 1716. Ove hat in der 4. Runde des Turniers gegen die O’Kelly-Variante von Arthur Hoppe spielen müssen. Ove kannte die Variante offensichtlich nicht und verlor. Das  motivierte die Trainer, Nicolas auf die O’Kelly-Variante vorzubereiten. Wir vermuteten, dass die Trainer von Ove das Loch in seinem Eröffnungsrepertoire gestopft haben, aber weitergehende Analysen unterließen. Eine Motivation dieses mit Nicolas zu tun. … und Nicolas ist fähig, sich solche Analysen in kurze Zeit anzueignen und zu memorieren. 

Colin spielt mit Weiß gegen Daniela Clausen DWZ 1567.

Nicolas hat gewonnen. Es lief wie erwartet, Ove vermied den Eröffnungsfehler wie gegen Hoppe und bekam objektiv leichten Vorteil, hatte aber danach keinen Plan, wie es weitergeht. Nicolas eröffnete die Standardzüge im O’Kelly-System. Ihm gelang es zunächst, dem Gegner einen schwachen Damenbauerisolani (1. Schwäche) zu verpassen. Aktives Spiel ermöglichte es Nicolas weiter, Ove einen Doppelbauern (2. Schwäche) anzudienen. Ove hatte jetzt zwei Schwächen zu verteidigen. Eine gute Schachengine kann das, Ove nicht. Nicolas tauschte zwei Offiziere und einen Bauern ab. Die Isolanischwäche hatte Ove nun beseitigt – nur stand dafür seine Dame im Abseits am Brettrand während Nicolas eine gut zentrierte Dame sein Eigen nannte. Nicolas gab seinem Gegner noch die Gelegenheit in ein Dauerschach zu entkommen, aber nachdem Ove diese Chance nicht nutzte, war das Spiel praktisch für ihn verloren. Nicolas gewann nach weiteren acht Zügen deutlich.

Mit diesem dritten Sieg in Folge erreichte Nicolas 5,5Punkte und den 18. Platz unter vielen extrem starken Spielern (wie geschrieben). Seine DWZ wird wohl um ca. 40 Punkte steigen. Geschätzt wird Nicolas das Turnier mit DWZ von 1778 beenden. Nicolas hat (bis auf die Partie gegen Arthur Hoppe) insbesondere in der Verteidigung große Zähigkeit und starke Rechenfähigkeit bewiesen. Ein ganz starkes Turnier von Nicolas.

Tabellenendstand 2025  (externer Link): Nicolas auf Platz 18 (von 66). Im vergangenen Jahr 2024 erreichte Nicolas mit  3,5 Punkten aus 9 Runden Rang 44 von 60 Teilnehmern: Endtabelle 2024 (externer Link).

Seine Schule, das Theodor-Heuss-Gymnasium Ludwigshafen, ist stolz auf Nicolas und würdigt seine großartigen Leistungen in einem Webbeitrag (THG LU, externer Link).

Colin verlor die letzte Runde.  Seine Gegnerin begann mit Französisch. Sie wechselte aber danach in einen Damenindischen Aufbau. Damit ist der Kampf für die folgenden Züge vorgeschrieben: Kampf um das Zentrum. Colin besetzte das c3-Feld, aber zunächst mit einem Springer, dann mit einem Läufer. Angezeigt im Sinne der  Damenindischen Verteidigung wäre c4 erst dann gefolgt von einer Offiziersbesetzung des c3-Feldes. Colin hätte dann mit der Kraft seines c-Bauern weiter um die Beherrschung des Zentrums kämpfen können. Einige unpräzise Züge seiner Gegnerin später, erlangte Colin trotzdem merklichen Vorteil. Der Vorteil verflüchtete sich bald, als seine Gegnerin die Herrschaft über die e-Linie gewann. Colin verlor das Rochaderecht und die Sicherheit seiner Königsstellung. Schwarz stand nun einfach aktiver und nahm fehlerhaft einen ungedeckten Randbauern mit seiner Dame. Allerdings reagierte Colin auf den Fehler mit einem Rechenpatzer, versuchte die eingedrungene Dame mit einem Turmangriff zu verjagen und stellte damit einen Offizier mit Schachgebot ein. Colin mitgierte das Problem, spielte aber des Weiteren mit einem Turm gegen zwei Springer. Also: Qualle weg! Die Springer harmonierten gut mit ihren Bauern und das Spiel war nach wenigen Züge nicht mehr haltbar.

Colin hat sich in seinem ersten großen Turnier sehr achtbar geschlagen. Seine sichtbar gewordenen Schwächen bieten dem Trainer viel Motivation für die nächsten Lektionen. Resümierend ist zu bewerten, dass das Turnier für alle Beteiligten extrem lehrreich war. Es macht Appetit auf neue Abenteuer.

Tabellenendstand (externer Link): Colin auf Platz 109 von 136.

 

 

Zum dritten Male nahm Nicolas Wagener  an der Deutschen Einzelmeisterschaft teil, die vom 18.5.-26.5.2023 in Willingen stattfiand.  Er startet in der Altersklasse U12. Coach Jürgen Wortmann berichtet im nachstehenden Tagebuch über "unseren" Limburgerhofer Kandidaten.

DEM NicolasWagener 202405

Link zur Webseite der Deutschen Schachjugend: DEM 2024 U12 (externer Link). 
Und hier geht es zum  Spielerprofil von Nicolas (externer Link).

 

Nicolas Wagener auf der DEM 2024

Bericht von Jürgen Wotmann

Anreise

Der Plan war pünktlich um 11:00h in Limburgerhof zu starten. Leider zeigte just zu diesem Zeitpunkt unser BMW i3 erstmalig seit 7 Jahren Probleme auf. Beim Start des Navis stürzte der Auto-Controller (Multimedia, Navi u.a.) mehrfach ab. Bei einem Absturz wurden sämtliche Daten gelöscht. Keine Musik mehr, keine geplante Routen , alles weg. Aber was muss, das muss, und so machten wir uns geführt von einem Handynavi auf den Weg. Die Autobahnen waren brechend voll und die Fahrt war bestenfalls als stockend zu bezeichnen. Hinter Frankfurt besserte sich der Verkehr, allerdings zogen Starkregenfälle auf. Wenigsten das Laden in Linden bei Gießen klappte problemlos, allerdings strömte der Regen. Auch stürzte der Auto-Controller nicht mehr ab und wir konnten das BMW-Navi für die zweite Reisehälfte nutzen.

Nach 4 ¾ Stunden gelang es uns Willingen zu erreichen. Zuerst in meine Unterkunft – überraschend weit weg vom Spielort. Dann zur RLP-Mannschaftsbesprechung und der Begrüssung alter Bekannte. Bedenkenswert war die Info von anderen Landesverbänden, dass Unterbringung „weit weg“ von Mitreisenden (wie mich) mal angedacht gewesen sei, letztlich aber alle, die wollten, im Stern-Hotel unterkamen. RLP macht es offensichtlich besonders gründlich und Mitreisenden-feindlich. In der Vorbereitung wurden gleich die Nachteile der Unterkunft bemerkbar. Wichtige Informationen zur Vorbereitung von Nicolas mussten umständlich per SMS kommuniziert werden.

Wetter
Na was glaubt ihr denn? Am Morgen kämpfte ich mich gekühlt durch 14°C temperierten Wind und triefenden Regen zur Wettkampfstätte. Gen Nachmittag endete die Dusche, es hellte auf und wurde auch etwas wärmer. 

Runde 1
Nicolas durfte in der ersten Runde gegen Ming Sheng antreten. Ming war mit seinen 2000 DWZ der Favorit. Die ersten Züge spielte Nicolas gut mit und er bekam zunächst eine spielbare Stellung. Dann aber folgte eine Ungenauigkeit begleitet von einem kapitalen Schnitzer. Nicolas hatte nur seine eigenen Drohungen im Blick und beachtete das weiße Gegenspiel nicht ausreichend. Danach war bei gutem Gegnerspiel die Partiestellung hoffnungslos. Nicolas verlor so schnell ohne seinen Gegner zu fordern. Schade.
 
Runde 2
In Runde 2 wurde Nicolas Alexander Rinke (DWZ 1518) aus Hannover zugelost. Aus Sicht des DWZ-Ratings war Nicolas Favorit. Nicolas hatte Weiß und seine Trainer rechneten mit Sizilianisch. GM Galdunts bereitete Nikolas eingehend auf diese Eröffnung vor. Alexander spielte allerdings Caro-Kann. Gegen diese Eröffnung hatte Nicolas in seiner Schachkarriere bislang viel Spaß. Die Eröffnungswahl des Gegners war also eine Überraschung, aber keine unangenehme. Nach Ende der Eröffnungsphase akkumulierte Nicolas mit perfekten Zügen (lt. Stockfish) kleine Vorteile. Der Druck auf seinen Gegner stieg so weit an, bis das schwarze Gegenspiel zusammenbrach. Am Ende der Partie ließ sich Alexander Rinke fast ohne Gegenwehr Matt setzen.
 
Wetter
Heute war ein freundlicher Tag bei angenehmen Temperaturen. Hin und wieder ließ sich sogar die Sonne blicken.
 
Runde 3
Nicolas hatte Schwarz gegen Eduard Rau, der mit 1813 DWZ auf dem Favoritensitz Platz nahm. Nach intensiver Vorbereitung am Vormittag durch GM Galdunts begann das heutige Spiel erst um 14:30h. Der späte Spielbeginn war vorteilhaft, hatte unserer Nicolas die Nacht nicht ausreichend genug mit Schlafen verbracht. Er war so müde, dass er nach der Vorbereitung ins Bett geschickt wurde, wo er sofort fest einschlief.
 
Die Partie verlief vorbereitungsgemäß. Nur entstand eine Stellung, die leicht für Eduard, aber schwer für Nicolas zu spielen war. Die Engine meinte zur Stellung „völliger Ausgleich“. Nicolas suchte lange nach einem Verteidigungszug. Aber die Verteidigung war nur für die Engine kein Problem. Für Nicolas waren keine offensichtlichen Züge zu sehen. Das Ende vom Lied war: Nicolas griff fehl und das Spiel war sofort vorbei. Das Spiel zeigte einmal mehr auf, dass Nicolas an seiner Verteidigungsfähigkeit arbeiten sollte.
 
Nicolas hat nun einen Punkt in drei Partien. Das reicht aktuell zum 35.Platz.

 

Runde 4

In Runde 4 spielte Nicolas gegen Erik Heitmann. Erik hat eine DWZ von 1569 und war 42ter. Nicolas stand auf dem 36.ten Platz und war leichter Favorit.
Erik beantwortete Nicolas 1. e4-Aufschlag mit 1. ...d5. Skandinavisch! Nun spielte Nicolas sehr ungewöhnlich weiter. Er opferte zunächst einen Zentralbauern, um dann Springer und Läufer durch Bauern angegriffen einfach in dem Angriff stehen zu lassen. Kann das gutgehen? Nein sagt die Engine, aber Nicolas spielte nicht gegen eine Engine, sondern gegen Erik. Hätte Erik etwas stärker fehlgegriffen, ja dann wäre ein schnelles Matt für Nicolas gefolgt. Aber Erik griff nicht wesentlich fehl, schlug keinen Offizier und konsolidierte sich indem er den Mehrbauern zurückgab. Danach verflachte die Partie zu einem remisigen Endspiel und so endete das Spiel mit einem Remis.

„Also ich habe ihm das nicht gezeigt“, stellte Jürgen Wortmann nach dem kreativen Ausflug von Nicolas fest. Nicolas hat nun 1,5 Punkte aus 4 Spielen und fällt mit dem Remis auf Platz 46 von 60 Spielern zurück.

Wetter
Nach den Sturzbächen von gestern Abend war es heute ein freundlicher Tag. Nur es war merklich abgekühlt. Mit nicht angepasster Kleidung war es mir draußen ziemlich kalt.

Runde 5
Nicolas spielte in der 5.Runde mit Schwarz gegen Chenzhuo Gao ( DWZ 1509). Nicolas war ganz leicht favorisiert. Die Beiden spielten locker los. Nicolas spiegelte im Zukertort – Colle System zunächst die Züge seines Gegners. Dabei trafen sich immer mehr Figuren im Brettzentrum. Nicolas spielte bei blockiertem Zentrum den Turm auf die h-Linie. Der Turm hat dort wenig Spielraum. Das kann ins Auge gehen.

Naja, bevor es zu Augenverletzungen kommen konnte, schlug der Turm locker auf h2 ein. Das war höchst inkorrekt. Damit er seinen Königsangriff Angriff weiterführen konnte, schlug Nicolas danach mit seinem Kamikaze-Turm noch einen gedeckten Springer seines Gegners. Ja, dadurch wurde der gegnerische König freigelegt. Allerdings war das Zentrum durch Bauern geschlossen, keine offenen Diagonalen konnten helfen und Chenzhuo nannte einen vollen Mehrturm sein Eigen. Chenzhuo versuchte die Stellung u.a. mit
Damentausch zu vereinfachen. Wir gaben in Übereinstimmung mit der Analyse-Engine keinen Cent mehr für einen Sieg von Nicolas.

Und dann geschah das Wunder. Zunächst übersah sein Gegner eine Bauernfesselung und verlor zwei Bauern. Das Zentrum öffnete sich und sein Gegner übersah einen
Turmspieß auf seine Dame. Das war die Wende. Nicolas zog sein gewohntes Druckspiel auf und Chenzhuo hatte keine Chance mehr.

Dieses Spiel war das zweite Mal, dass Nicolas nach Trainersicht deutlich zu kreativ unterwegs war. Etwas solideres Spiel wäre auch gut gewesen. Eine verdiente Standpauke für Nicolas war unvermeidlich und hilfreich für die nächste Runde.

Runde 6
Wer gewinnt, bekommt stärkere Gegner. Diese Erfahrung machte auch Nicolas. In der 6. Runde spielte er mit Schwarz gegen den leicht favorisierten Daniel James Chua (DWZ 1743). Ja, das war die zweite Schwarzpartie von Nicolas hintereinander. Das ist nicht schön, kommt aber vor in einem Turnier nach Schweizer System.

In der Partie gegen Daniel kam ein offener Sizilianer aufs Brett. Bald besaß Nicolas einen sogenannten "Isolani", der stark im Mittelspiel, aber schwach im Endspiel sein kann. Daniel machte sich sofort daran, den Isolani zu belagern. Schließlich schlug er ihn. Nicolas hatte aber ein trickreiches Gegenspiel vorbereitet, in dessen Netz sich Daniel verfing.

Als Daniel einen zweiten, ja sogar einen dritten Bauern schlug, brachte Nicolas ein Schein-Turmopfer. Daniel schlug mit seiner Dame zurück und wurde von Nicolas vor die Wahl
gestellt: Damenverlust oder Matt. Daniel wählte den Verlust der Dame. Es war für mich danach erneut faszinierend, mit welcher Präzision Nicolas in offenen Stellungen Vorteile zum Sieg verwertet. 

DEM Chua Wagener(22Qxd5) 20240522 2 DEM Chua Wagener(50Nf2) 20240522

1) Stellung nach 22. Dxd5 - Nicolas spielte darauf 22. ... Lf3
2) Die Partie lief noch weiter bis zum bitteren Ende nach 50 Zügen: Auf 50. Sf2 setzte Nicolas Matt 50. ... De1#

Nach diesem Sieg war Feiern angesagt. Nicolas ging zum Bolzen in die Turnhalle. Das hatte er sich verdient.

Wetter
Das Winterbergwetter war kühl, aber freundlich. Weiße Wölkchen zogen über den Himmel.

Runde 7
Nicolas Gegner in Runde 7 war Mattis Fels (DWZ 1750). Mattis spielte vor zwei Runden noch in der Spitze und ist nach Niederlagen zurückgefallen. Die aktuelle DWZ von Mattis ist gesunken und nicht mehr so hoch wie die Startrangliste aussagt. Da konnte man sich doch berechtigte Hoffnungen auf Punkte machen. Es kam aber anders. Nach Abspielen der Vorbereitung bereitete Mattis einen Abgriff vor, den Nicolas nicht kommen sah. Ein Zug hätte noch das Debakel verhindern können, aber Nicolas spielte ihn nicht und das Spiel war aus. Es bleib nur noch „Wunden lecken“. Auch bei mir.

Wetter
Das Winterbergwetter war kühl und unfreundlich. Häufig zogen Regenfälle durch das Land. Ein Biker Festival findet auf der Wiese oberhalb des Sternhotels statt. Nachts wellen laute schrille Töne Marke „Hiphop“ (o.s.ä.) gegen die Sternhotelfassade. Beim Spazierengehen muss stets auf Horden von dreckverschmierten Mountainbikern achten. Wir durften beobachten, wie sich die Downhill Fraktion per Seilbahn auf den Berg bringen ließ, um dann talwärts (nach Warten in endlosen Schlangen) zu rasen. Das scheint nicht ungefährlich zu sein, denn mehrere Krankenwagen und zwei ADAC Hubschrauber transportierten wohl Verletzte ab.

Wenn ich mich so umschaue, überwiegt gerade in Trainerkreisen massiv die Enttäuschung. Meine Erklärung ist dafür, dass Trainer dazu neigen, zu viel von ihren Schützlingen zu erwarten. Die Redaktion stellt sich gerade das Haupt des Coaches umwölkt von Gewitterwolken und begleitet von heftigen Niederschläge vor. Das passt jedenfalls zur Stimmungslage.
 

Runde 8
Unter den geschilderten Umständen haben wir versucht, Nicolas frisch und ausgeschlafen ans Brett zu bekommen. Ich zweifle daran, dass dies gelungen ist. Mit Wünschen wie „solide spielen“ und „gut und ausreichend überlegen“ setzte sich Nicolas mit Weiß ans Brett gegen Robin Schulz (DWZ 1782). Erneut kam Caro-Kann auf das Holz, aus dem die 64 Felder sind..

Kaum war die frühe Eröffnungsphase vorbei, da opferte Nicolas los. Diesmal einen ganzen Turm gegen zwei Bauern. Ja, auch ein gegnerischer Turm war darüber hinaus noch gefesselt. Das war es aber auch an Kompensation. Robin bekam vielmehr aktives Spiel und in kurzer Zeit war die Partie aus. Sein Gegner musste sich erneut nicht für seinen Sieg anstrengen. „Ich hatte nicht mit dem Damenzug nach De7 gerechnet“, meinte Nicolas. Ja, was soll man dazu sagen?

Wetter
Das Winterbergwetter war traumhaft schön. Angenehm temperiert und freundliche Wolkenformationen zierten den Himmel. 

Runde 9
Runde 9 sollte die Schadensbegrenzungsrunde gegen Tobias Hagn (DWZ 1613) sein. Als ich leicht verspätet zum Rundenbeginn im Spielsaal erschien, saß Nicolas bereits am Brett und hatte angesichts meiner nur geringen Verspätung beachtlich wenige Steine auf seinem Brett. Sein Gegner hatte die Eröffnung misshandelt und Nicolas hatte einen soliden Mehrbauern, ich machte mir deshalb keine Sorgen.

Aber Nicolas hatte mal wieder seinen Schnellzugmodus eingeschaltet und er sah zudem gar nicht frisch aus. Rote Augen und roter Kopf deuteten darauf hin, dass er erneut total übermüdet war. Nach kurzer Zeit landeten die beiden Schachspieler in einem Endspiel. Die Damen waren vom Brett, aber Schwarz und Weiß hatten noch Entwicklungsarbeit zu leisten. Beim Kampf um die Initiative geriet Nicolas (mit Mehrbauer) bald ins Hintertreffen. Er entschied sich nämlich zur Entwicklung seines Läufers für ein Fianchetto und das kostet ein Mehrtempo. OK! Der Gegner hat nun die Initiative, aber der Mehrbauer zählt und mit ungleichfarbigen Läufern sollte ein Spielverlust kaum möglich sein.

Zunächst schenkte Nicolas seinem Gegner erst einmal das Motiv Grundreihenmatt. Danach musste er bei jedem Zug auf diese Gefahr achten. Aber kein Problem! Sein Turm bewacht ja die Grundreihe. Aber nein! Mit dem Turm kann man ja auch Schach bieten und den gegnerischen König zwingen sich besser zu stellen. Gesagt getan. Klar, eine Engine wie Stockfish kann das so spielen, aber Menschen machen Fehler. Und die Fehler kamen. Der schale Pfad zum Remis wurde mit jedem Zug enger – bis er verschwand. Nicolas hatte erneut seinem Gegner einen bequemen Sieg geschenkt.

Ein Schema wiederholt sich leider: Am Ende jeder DEM platzierte Nicolas sich hinter Gegnern, die er vorher geschlagen hatte. Aus den gewählten Formulierungen ist zu erkennen, wie frustrierend die Meisterschaft für den Berichterstatter verlief.  Jetzt heißt es erst einmal Abstand gewinnen.

 

ENDERGEBNIS

Mit 3,5 Punkten aus 9 Runden erreichte Nicaolas Rang 44 von 60 Teilnehmern: Endtabelle 

 

Rundenübersicht

1. Runde Ming Sheng - Nicolas Wagner 1:0 
2. Runde Nicolas Wagener - Alexander Rinke 1:0 
3. Runde Eduard Rau - Nicolas Wagener 1:0
4. Runde Nicolas Wagener - Erik Heitmann 0,5:0,5
5. Runde Chenzhuo Gao - Nicolas Wagener  0:1
6. Runde Daniel James Chua - Nicolas Wagener  0:1
7. Runde Nicolas Wagener - Mattis Fels 0:1
8. Runde Nicolas Wagener - Robin Schulz 0:1
9. Runde Tobias Hagn - Nicolas Wagener 1:0

JGP in Eisenberg
Am 13.06.2026 war der JGP in Eisenberg. Insgesamt waren 86 Spieler und Spielerinnen vor Ort. Auch Schachfreunde aus Limburgerhof waren dabei.
 
In der U18 ging Paul Hammer an den Start und erzielte aus sieben Runden 4 Punkte. Angesichts der Tatsache, dass er nach mehreren Jahren erstmals wieder ein Turnier spielte und nun spürbar neue Lust auf Turnierschach entwickelt hat, ist dieses Ergebnis besonders erfreulich.
In der U12 belegte Alex Wawrzynek einen starken 4. Platz – nur aufgrund der schlechteren Buchholz-Wertung knapp hinter Rang 3. Mit 5 Punkten aus 7 Partien zeigte er eine beeindruckende Leistung, die seine kontinuierliche Entwicklung unterstreicht.
Im ABC‑Turnier U8 erreichte Philipp Dietzsch einen hervorragenden 2. Platz. Mit 7 Punkten aus 9 Runden kann er auf seine Leistung wirklich stolz sein.

Die Schachfreunde Limburgerhof gratulieren allen Spielerinnen und Spielern herzlich zu ihren ausgezeichneten Ergebnissen und ihrem engagierten Einsatz.

 
In der U18 war Paul Hammer am Start und holte aus 7 Runden 4 Punkte. Da er nach Jahren kein Turnier gespielt hatte und nun wieder Lust hat Turnierschach zu spielen ist das ein sehr gutes Ergebnis. In der U12 landete Alex Wawrzynek auf Platz 4, da er die schlechtere Buchholz hatte als der Spieler auf Platz 3. Somit verpasste er fast den 3 Platz, aber dennoch holte er 5 Punkte aus 7 Runden, was eine sehr starke Leistung ist.
Im ABC-Turnier U8 landete Philipp Dietzsch auf Platz 2. Er holte aus 9 Runden 7 Punkte und kann auf diese großartige Leistung sehr stolz sein.
Die SF Limburgerhof gratulieren allen Spielern und Spielerinnen zu dieser großartigen Leistung.
 
Nachwuchsliga 6. Runde
Niederlage gegen Schifferstadt
Im Heimspiel am 12.6.2026 gegen Schifferstadt verloren Elias und Linus ihre Partien. Darbaz gewann seine Partie, als sein Gegenspieler (1500 DWZ) im Mittelspiel patzte. Den daraus resuktierenden Vorteil münzte er technisch einwandfrei zum Sieg um. Alex kämfte am längsten; er probierte in der französischen Eröffnug eine neue Variante - nicht ganz so erfolgreich, wie erhofft. Nach einigem hin und her kämpfte er sich ins Endspiel durch. Nachdem keine Partei mehr eine Siegesaussciht hatte, einigte man sich auf Remis.

        Nachwuchsliga 5. Runde
Nachwuchsteam weiter in Erfolgsspur
(Pressebericht von Adrian Totaro)

In der 5. Runde der Nachwuchsliga des Bezirks Nord/Ost haben die Schachschüler aus Limburgerhof einen weiteren Sieg errungen. Gegen Worms sicherten sie mit einem 2,5 zu 1,5 ihren dritten Saisonerfolg und rangieren mit 7:3 Punkten nach 5 Runden auf Rang 2. Kampflos erreichte Elias Yu den ersten Punkt, weil Worms nur mit drei Spielern angereist ist. Ein Remis in einer interessanten Endspielstellung vereinbarte Gabriella Vaca Avendano an Brett 3: Trotz zwei Bauern Rückstand nutzte sie die Möglichkeit, mit ihren Figuren aktives Spiel zu bekommen. Das Remisangebot ihres Gegners nahm sie in der komplexen Stellung dankend an. An Brett 2 wechselten sich leichte Fehler mit Chancen ab. Dennoch konnte Alex Wawrzynek für Limburgerhof die Übersicht im Endspiel behalten und verwandelte in einem Turmendspiel noch einen Bauern in eine Dame um. Anschließend musste die Gegnerin ihren Turm gegen jene Dame opfern, wodurch Alex mit Materialvorteil die restlichen Bauern in Schach hielt und schließlich gewann. An Brett 1 kämpfte Paul Gerhard lange gegen einen starken Gegner in einem scheinbar ausgeglichenen Läuferendspiel weiter. Durch einen raffinierten Zug schaffte es sein Gegner jedoch, ihn zu überraschen, was ihn zur Aufgabe zwang

        Erfolgreicher Jugend-Grand-Prix: Start in den Mai
Die Jugend-Grand-Prix-Serie startete am 1. Mai in Wachenheim/ Bad Dürkheim. Gespielt wurden 7 Runden Schnellschach, d. h. 25 Minuten Bedenkzeit. Von den Schachfreunden war Alex Wawrzynek in der Gruppe U8-U12 am Start. An Nummer 8 gesetzt errang er 5 Punkte aus 7 Spielen und landete im Abschlussklassement auf Rang 5. Am 13.06.2026 geht es in Eisenberg in der Jahnhalle weiter.

Pressebericht von Adrian Totaro
Am 1.Mai fand in Bad Dürkheim „Wachenheim in der Burgkirche“ der Start in die Jugend-Grand-Prix-Serie statt. Ausnahmsweise wurde an einem Freitag gespielt, aber zum Glück ist der 1.Mai ein Feiertag. Es waren insgesamt 118 Kinder und Jugendliche am Start und damit war das Turnier überbucht und es kamen mehr junge Schachfreunde als die angenommenen 110. Daher war eine Voranmeldung zwingend erforderlich und man musste schnell sein bei der vorzeitigen Anmeldung. Es wurde 7 Runde Schnellschach gespielt und passend zum Tanz in den Mai führten die Schachfiguren ihr eigenes schnelles Tempo auf dem Schachbrett, denn die Zeit war auf 25 Minuten pro Spieler begrenzt.

Von den SF Limburgerhof war Alex Wawrzynek in der Gruppe U8-U12 am Start. Sein Startplatz war Nummer 8 und durch seine starke Leistung im Turnier holte er 5 Punkte von 7 Runden. Dabei verlor er zwei Partien, die restlichen Punkte entstand aus gewonnen Partien. Am Ende landete er auf dem 5 Platz.

Am 13.6. geht es in Eisenberg in der Jahnhalle weiter. Schnell sein bei der Voranmeldung lohnt sich.

        Nachwuchsliga 4. Runde 
Sieg gegen Ludwigshafen

Bericht von Adrian Conte

Die SF Limburgerhof hatten am 17.04. in der Nachwuchsliga dieses Mal Heimspiel und die Jugendlichen: Paul, Alex, Darbaz und Elias waren sehr motiviert zu spielen. Vor den eigentlichen Partien wurden noch Partien gespielt und noch Taktikaufgaben gelöst um den „schachlichen Blick“ zu schärfen, denn auf dem Papier waren die Ludwigshafener zahlenmäßig stärker aufgestellt.

An Brett 2 spielte Alex. Alex verlor leider früh einen Bauern, da er seinen Angriffsaufbau mit Weiß etwas wie ein gezähmter Tiger spielte und der Gegner damit wenig Angst haben musste mit Gegenangriffen. Doch Alex kämpfte sich wieder zurück ins Spiel im Entscheidenden Moment, wo der Gegner das Endspiel falsch behandelte, konnte Alex mit seinem Endspielwissen glänzen – aber leider auch nicht ganz, da er in einem bestimmenden Moment eine Gewinnidee übersah, wie sich in der späteren Analyse herausstellte, dass Alex damit gewonnen hätte. Beide Spieler hatten diesen Plan übersehen und somit ging es munter weiter. Was aber zeigt, dass Endspiele doch voller Überraschungen stecken können. Schließlich schaffte es Alex im späteren Partieverlauf den Bauern zurückzugewinnen. Am Ende war eine symmetrische Stellung entstanden und man einigte sich auf ein faires Remis.

An Brett 3 konnte Darbaz mit den schwarzen Steinen gut aus der Eröffnung rauskommen. Nach einem spannenden Mittelspiel wurde viel abgetauscht und man kam ins Endspiel. Darbaz Gegner schaffte es nicht gut Züge für ein Unentschieden zu finden und nach und nach konnte Darbaz seine Spielsteine immer besser positionieren. Schließlich brachten dann zwei gefährliche Freibauern den Sieg für Darbaz, da diese einfach auf die gegnerische Grundlinie ziehen konnten um dann eine frischgebackene neue Dame zu werden. Das sah der Gegner und gab die Partie auf.

An Brett 4 spielte Elias mit den weißen Steinen. Elias versuchte mit seiner Dame in die gegnerische Stellung einzudringen, aber der Gegner konnte es noch abwehren. Somit kam es auch hier zu einem Endspiel wo Elias nach und nach es schaffte die Figuren des Gegners einzusammeln. Am Ende hatte Elias einen Läufer mehr und schaffte es damit die Partie zu gewinnen.

Damit hatten die Schachfreunde Limburgerhof den Kampf für sich entschieden.

An Brett 1 hatte Paul den schwierigsten Gegner vor sich sitzen. Der Gegner schaffte es mit den weißen Steinen im Endspiel Druck aufzubauen und Paul schaffte es nicht mehr, die Stellung zu verteidigen. Er gab schließlich die Partie auf.

Am Ende stand es aber glücklicherweise 2,5 zu 1,5 für Limburgerhof. Somit liegt Limburgerhof im Mittelfeld.

Am 8.5. geht es in die 5.Runde der Nachwuchsliga und die SF Limburgerhof haben wieder Heimspiel gegen SV Worms 1878.

 

        Rheinland-Pfalz-Jugend-Einzelmeisterschaft

Vom 07.04.2026 bis 11.04.2026 wurde in Pirmasens die Jugend-Einzelmeisterschaft auf Landesebene ausgetragen.

In der Altersklasse U14 wurde Nicolas Wagener von den Schachfreunden Limburgerhof Zweiter (siehe Tabelle U14, externer Link) und qualifizierte sich damit zum fünften Male hintereinander für die Teilnahme an der Deutschen Einzeilmeisterschaft.

Vereinskamerad Alex Wawrzynek spielte in der U12 mit und kam auf Platz 19 von 38 Teilnehmern (siehe Tabelle U12, externer Link).

        Nicolas Wagener spielt beim MAT vorne mit 

Nicolas Wagener von den Schachfreunden Limburgerhof ist beim 93. Pfälzischer Schachkongress in Kaiserslautern im Meisteranwärterturnier (MAT II) dabei. DIE RHEINPFALZ vermerkt in der Ausgabe vom 24. März 2026 dazu: "Das Nachwuchstalent ist amtierender Rheinland-Pfalz-Meister in der U12 und gehört bundesweit zur erweiterten Spitze seines Jahrgangs. Im MAT ist er neben Lasse Willems vom SC Ramstein-Miesenbach der jüngste Teilnehmer und muss sich gegen die deutlich erfahrenere Konkurrenz beweisen."

… und Nicolas schlug sich ausgesprochen gut. Er rechtfertigte seine Nominierung im Meisteranwärterturnier klarer als zu erwarten war. Er erreichte im MAT-Elitefeld gegen 10 Konkurrenten einen hervorragenden 4. Platz mit 5,5 Siegpunkten aus 9 Spielen Chess Results. Nicolas darf sich über einen Sachpreis und einen ungewöhnlich hohen ELO- und DWZ-Zuwachs von ca. 100 Punkten freuen (inoffizielle ELO-Auswertung +106 Punkte).

Besonders erwähnenswert ist achte Runde des Turniers. Gegen Joerg Wilk vom SC Rülzheim spielte Nicolas ein wildes Match. Das Spiel war die zweite Partie einer Doppelrunde. Beiden Spielern merkte man die Ermüdung nach stundenlangem Grübeln über komplizierte Stellungen an. Beiden unterliefen krasse Fehler. Zunächst überspielte Nicolas seinen Gegner, um im frühen Endspiel die Gewinnstellung erst zum Remis wegzuwerfen, dann sogar hoffnungslos ins Hintertreffen zu gelangen. Nicolas hatte die Kraft der gegnerischen Freibauern unterschätzt und musste zwei Offiziere geben, um sie an der Umwandlung in eine Dame zu hindern. Doch nun kämpfte sein Gegner mit einem Mehroffizier gegen die Freibauern von Nicolas. Joerg Wilk versäumte seinen Mehroffizier gegen einen Freibauern zu opfern. Damit hatten Nicolas‘ Freibauern freie Bahn und Nicolas gewann die Nerven-aufreibende Partie.

Die folgende Zugfahrt von Kaiserslautern nach Limburgerhof nach dem langen Kampf endete erst um 22:00h am Bahnhof Limburgerhof und zeugt ebenfalls von der Ausdauer des 13-Jährigen.

Alle Einzelergbebnisse gibt es hier: Chess Results (externer Link) 

Pressebericht Amtsblatt Limburgerhof
(Adrian Totaro)

Beim diesjährigen Pfälzischen Schachkongress in Kaiserslautern startete Nicolas Wagener von den Schachfreunden im Meisteranwärterturnier. Der erst 13-jährige Jugendspieler setzte im MAT-Elitefeld gegen 10 Konkurrenten mit 5,5 Punkten (Rang 4) erneut ein Ausrufezeichen und unterstrich seine Spielstärke, mit der er bundesweit zur erweiterten Spitze seines Jahrgangs gehört. Neben einem Sachpreis darf er sich vor allem über die knapp 100 Punkte Zugewinn seiner Wertungszahl (DWZ) freuen.

Eine besondere Partie gelang ihm in Runde 8. Gegen Joerg Wilk vom SC Rülzheim spielte Nicolas ein wildes Match. Das Spiel war die zweite Partie einer Doppelrunde. Beiden Spielern merkte man die Ermüdung nach stundenlangem Grübeln über komplizierte Stellungen an, weshalb ihnen mehrmals krasse Fehler unterliefen. Zunächst überspielte Nicolas seinen Gegner, um im frühen Endspiel die Gewinnstellung erst zum Remis wegzuwerfen, dann sogar hoffnungslos ins Hintertreffen zu geraten. Er hatte die Kraft der gegnerischen Freibauern unterschätzt und musste zwei Offiziere geben, um sie an der Umwandlung in eine Dame zu hindern. Mit den Offizieren im Hintertreffen sah es schlecht aus, doch sein Gegner wollte die seinen nicht gegen Nicolas‘ Freibauern tauschen, wodurch diese ihrerseits die freie Bahn nutzten und Nicolas die nervenaufreibende Partie schlussendlich noch gewann.

        Nachwuchsliga 3. Runde 

Pressebericht von Adrian Totaro

In der dritten Runde der Nachwuchsliga stand für die jungen Schachfreunde eine Auswärtspartie in Haßloch an. Nach einem Aufstellungsfehler in Runde 2 wurde der Mannschaftskampf gegen Neustadt nachträglich genullt, weshalb Adrian Conte sich diesmal der Aufstellung gleich dreimal in ihrer Richtigkeit rückversicherte.

Haßloch erwischte den besseren Start: mit einem Läuferopfer herein und nachträglichem Königsangriff musste sich Darbaz Jabari geschlagen geben. Elias Yu hatte am vierten Brett keine einfache Stellung zu lösen im Mittelspiel. Dennoch schaffte er es seine Figuren rechtzeitig zu aktivieren und nutzte dabei die Nachlässigkeit seines Gegners konsequent aus, der statt seinen König zu schützen nur auf Materialgewinn aus war. Elias siegte folgerichtig und glich zum 1:1 aus. An Brett 3 spielte Linus Yu mit den weißen Steinen. Nach einer vielversprechenden Eröffnung, in der er seine Gegnerin gut eindrückte, unterlief ihm ein schwerer Fehler, den seine Kontrahentin ausnutzte und im Endspiel das 2:1 für Haßloch erzwang. Die letzte Hoffnung lag nun auf Alex Wawrzynek an Brett 1. Er aktivierte seine Figuren und opferte seinen Turm gegen zwei Leichtfiguren. Mit druckvollem Spiel trieb er seinen Gegner Schritt für Schritt in die Enge und errang schließlich den verdienten Ausgleich für Limburgerhof. Nach drei Runden rangiert Limburgerhof auf Rang 8, mit Alex und Elias stehen zwei junge Schachfreunde zudem in den Top Ten der besten Spieler.

Gute Leistung mit Potenzial nach oben

(Spielbericht: Adrian Conte)

Am Freitag den 13 war die 3 Runde der Nachwuchsliga. Die Schachfreunde von Limburgerhof sind mitsamt Trainer Adrian nach Haßloch angereist, da ein weiteres Auswärtsspiel stattfand. In Haßloch wurden die Schachfreunde herzlich begrüßt und kurz darauf fing auch schon die Runde an. Beide Mannschaften waren vollzählig und die Schachfreunde achteten bei der Aufstellung sorgfältig auf die richtige Brettreihenfolge..

Haßloch hatte ältere Spieler sowie eine Spielerin am Brett sitzen als die angereiste Limburgerhöfer Jugend. Zum Glück hat das Älter sein nur einen geringen Einfluss auf das Schachspielen. Schließlich waren die Schachfreunde aus Limburgerhof gut gelaunt, um ihre Punkte wieder aufzustocken, da im Nachhinein durch einen Formfehler gegen Neustadt die Punkte für die Mannschaft genullt werden musste und Neustadt die Punkte bekommt – die gewonnen DWZ-Punkte bleiben aber erhalten.

Aber zurück zum Spielort Haßloch: Um 18 Uhr begann der Kampf an den vier Brettern. Haßloch hatte ein glückliches Händchen mit einem Läuferopfer und ein gefährlicher Königsangriff entstand, wodurch Darbaz die Partie leider verlor.

Elias am letzten Brett hatte eine nicht so nicht so einfache Stellung zu lösen im Mittelspiel. Schließlich schaffte er es seine Figuren zu aktivieren, einen Bauern ins Zentrum vorzuschieben und die weiße Königsseite anzugreifen. Elias Gegner hatte angefangen munter das Material auf der anderen Seite des Brettes aufzusammeln und vernachlässigte die Königssicherheit, aber Elias hatte richtig erkannt, dass das für diese Partie keine Entscheidung mehr spielte. Eine starke Partie von Elias ging mit dem Sieg für Limburgerhof zu Ende. Nun stand es 1-1.

An Brett 3 spielte Linus mit den weißen Steinen. Die Eröffnung war vielversprechend, da er seine Gegnerin ein wenig eindrückte, aber dann unterlief ihm durch eine falsche Einschätzung ein grober Fehler, wodurch die Stellung sich veränderte und die Gegnerin wieder ins Spiel zurückgekommen ist. Von diesem Fehler hatte sich Linus zu langsam erholt und die Gegnerin schlug im Entscheidenden Moment zu. 1-2 stand es aus Sicht von Limburgerhof.

Alex an Brett 1 spielte sehr gut. Er aktivierte, wie ihm Adrian beigebracht hatte, die Figuren und setzte damit die etwas passive Eröffnungswahl unter Druck von seinem Gegner. Im entscheidenden Moment ließ er sich Zeit und opferte einen Turm für zwei Leichtfiguren, was für Alex ein besserer Tausch war. Er wollte die Partie mit einem Angriff beenden, aber verteidigte auch gut seine eigene Stellung vor möglichen Gefahren. Der Gegner schaffte es nicht mehr, den Königsangriff zu verteidigen und musste aufgeben.

Am Ende stand es 2-2, unentschieden. Adrian bedankte sich bei der Gastfreundschaft bei Haßloch und man fuhr wieder Heim.

Eine gute Leistung von Limburgerhof die gegen eine DWZ-Mannschaft von 1280 ein Unentschieden gehalten hat. Im Vergleich dazu hatte Limburgerhof nur 942 – aber hinter dieser Zahl wird sich nach oben steigern.

Pech hatte an diesem Abend Neustadt, die gegen Schifferstadt 4-0 verloren haben. Schifferstadt führt damit die NWL an. Limburgerhof liegt damit auf dem achten Platz, aber das Feld ist sehr eng. Auch hat Limburgerhof nun zwei Spieler Alex und Elias in der Top Ten nach der 3.Runde. Wir sind gespannt, wie es weiter geht mit dieser großartigen Mannschaft – wo das zusehen Spaß macht und man die Schach Entwicklung von Partie zu Partie miterleben kann. Der Geist der Nachwuchsliga – Erfahrung sammeln, durch Fehler lernen und besonders Spaß haben beim Spiel.

        Nachwuchsliga 2. Runde 

Wie gewonnen so zerronnen

(Spielbericht: Jürgen Wortmann)

Am 20.2. stand ein Mannschaftskampf in der Nachwuchsliga beim Post SF Neustadt an. In der ersten Runde der NWL waren bereits vier jugendliche Talente erfolgreich und gewannen gegen Frankenthal. In der 2.Runde gab Mannschaftsführer Adrian Conte vier weiteren Spielern die Gelegenheit in den Schach-Wettkampfbetrieb hinein zu schnuppern.

Limburgerhof spielte in der Aufstellung mit Alex Wawrzynek, Elias und Linus Yu sowie Eddy Jones. Während sich Alex mit diesem Spiel auf die bald anstehenden RLP-Meisterschaften vorbereiten wollte, kehrten Elias und Linus nach mehrjährigem Chinaaufenthalt zurück zu den Schachfreunden Limburgerhof und wollten Spielpraxis wiedergewinnen.

Die Limburgerhöfer Spieler fanden in Neustadt ein angenehme Spielstätte und freundliche Gastgeber vor.

Alle vier Spiele dauerten für NWL-Verhältnisse ungewöhnlich lang. Dies ist ein Indiz dafür, dass alle Spieler auf gutem Niveau kämpften.

Als erstes beendete Elias sein Spiel. In einem geschlossenen Sizilianer parkte Elias seinen Läufer so unglücklich ein, dass sein Gegener mit einem Bauernvorstoß den Läufer gegen einen Bauern tauschen konnte. Die Lehre für Elias ist, dass Läufer vor den eigenen Bauern meist schlecht stehen. Aber wie es im Schach so häufig ist, muss man erfolgreiche Raubzüge mit kompensierenden Stellungsnachteilen bezahlen. Kurzum: Elias bekam nach seinem Läuferverlust gute Figurenaktivität und gewann schnell die Figur zurück. Darüberhinaus gelang es ihm,  ein Mattnetz zu konstruieren, aus dem sein Gegner sich nicht befreien konnte. Sein siebenjähriger Gegner verlor, zeigte aber für sein Alter ein sehr lobenswertes Schachverständnis.

Auch Eddy hatte lange keine Wettkampfpartie ausgefochten. Aber ihm war die lange Zeit ohne Wettkampfpartien nicht anzumerken. Eddy domierte seine Partie von Beginn an. Sein Gegner verrechnete sich in einer Abtauschzugfolge und Eddy gewann einen Offizier. Diesen Materialvorteil führte Eddy routiniert zu einem Sieg.

Alex musste sich mit einer Caro-Kann Eröffnung seines erfahrenen undDWZ-hohen Gegners auseinander setzen. Bemerkenswert war das Ende der Partie. Alex hatte neben seinem König nur noch Bauern auf dem Brett, einen Turm weniger, aber eine sichere Gewinnstellung. Das hatte Alex sauber berechnet. Super!

Als letztes beendete Linus seine Partie. Sein Gegner spielte die moderne Londoner Eröffnung. Die Trainer bereiten ihre Schützlinge offenbar in der NWL schon ambitioniert auf die Schachkämpfe vor. Linus gewann trotzdem zunächst sein Eröffnungsspiel und erhielt eine sehr vorteilhafte Stellung. In einem Schlagbabtausch wählte Linus aber eine falsche Reihenfolge der Schlagzüge und verlor einen Offizier. Sein Gegner schenkte ihm zwar zunächst den Offizier nach einem Patzer sofort wieder zurück, allerdings musste sich Linus danach mit einem unvorteilhaftes Bauernendspiel auseinandersetzen, das sein Gegner zum Sieg führen konnte.

Trotz des Sieges an den Brettern muss Limburgerhof doch eine Niederlage einbuchen, denn Neustadt eine fehlerhafte Mannschaftsaufstellung; Elias und Linus hätten nicht vor Eddy spielen dürfen. Statt 3:1 für Limburgerhof keht sich dadurch das Ergbenis zu 3:1 für Neustadt um.

An den gut gespielten Partien ändert sich nichts und auch die DWZ-Auswertung ist dadurch nicht beeinträchtigt. Der Efolgt kommt dadurch zwar den Spielern zugute, aber leider nicht der Mannschaft.

        Nachwuchsliga 1. Runde 

Pressebericht von Adrian Totaro

Zum Auftakt der Nachwuchsliga 2026 haben die Schachschüler aus Limburgerhof ihr erstes Heimspiel gewonnen. Gegen die SK Frankenthal setzten sich die jungen Schachfreunde mit 2,5 zu 1,5 durch.

An Brett 1 führte Paul Gerhardt im Mittelspiel eine große Tauschaktion durch. Resultat: ungleichfarbiges Läuferspiel und Einigung auf Remis. Darbaz Jabari und Gabriella Vaca Avendano sicherten mit trickreichem Spiel ihrerseits zwei weitere Punkte für Limburgerhof und damit den Sieg im Mannschaftkampf. Beide setzten dabei zuvor im Training noch mühsam erlernte Taktiken gekonnt um: wirken Bauern- und Turmendspiele insbesondere im Training zäh und langweilig, ist es umso erfreulicher, die erlernten Fähigkeit im offen Spiel gewinnbringend einzusetzen, was beiden sichtlich Spaß bereitete. Mit guten Ideen wartete auch Michele Banszak auf, ließ sich jedoch mehrfach durch ihren Kontrahenten hereinlegen und musste sich nach schwerem Materialverlust durch eine Springergabel letztlich geschlagen geben.

Es berichtet Jugendleiter Adrian Conte:

Am 16.01. war die 1 Runde der Nachwuchsliga. Limburgerhof gewann 2,5 zu 1,5 gegen Frankenthal. 

Michelle an Brett 4 hatte die weißen Steine und spielte gegen einen gleichaltrigen Jungen mit 8 Jahren. Die Eröffnung lief für Michelle so weit in Ordnung bis sie eine Idee hatte, um einen Läufer zu gewinnen. Die Idee war gut, aber sie ließ sich dann vom Gegner inspirieren etwas anderes zu spielen, nachdem sie ihn kopierte. Der schwarze Springerausfall war frech und da Michelle nicht den Läufer geschlagen hatte, konnte der Springer eine Gabel aufbauen und Michelle musste viel Material hergeben und verlor die Partie. Dennoch konnte sie in der Partie wichtige Erfahrung sammeln. 

An Brett 2 spielte Darbaz und landete in einem spannenden Turmendspiel. Mit einem schlauen Randbauermanöver konnte er die schwarzen Bauern seines Gegners aufbrechen. Somit schaffte er es seinen König zu aktivieren und erzwang einen Turmtausch. Darbaz spielte das Bauernendspiel sehr gut und konnte das Training über Bauernendspiele, die vielleicht langweilig erscheinen aber dennoch sehr wichtig sind - in dieser Partie lehrhaft anwenden. Ein toller Sieg für Limburgerhof, seinen Trainer und für Darbaz. Somit stand es 1-1. 

An Brett 1 spielte Paul gegen einen bekannten Gegner aus dem Frankenthaler Weihnachtsopen. Sie hatten wieder die gleiche Eröffnung auf dem Brett doch dieses Mal hatte sein Gegner aus seiner Verlustpartie gelernt. Nach einer großen Tauschaktion entstand ein ungleichfarbiges Läuferendspiel und man einigte sich auf ein Remis, mit dem beide Seiten zufrieden waren. 

An Brett 3 spielte Gabriella und musste die schwarzen Steine führen. Sie wurde von einem fesselnden Läufer ein wenig überrascht und musste sich einem Doppelbauer vor ihrem König gefallen lassen. Obwohl es erst so aussah, als ob Weiß den Angriff führen würde, schaffte es Gabriella sich sehr gut zu verteidigen. Der Angriff von Weiß verpuffte und Gabriella nutzte den entstandenen Doppelbauern, um ihren Gegner damit anzugreifen. Später in der Partie erinnerte sie sich an ein Motiv aus dem Jugendtraining, dass sie erfolgreich dieses Mal anwenden konnte - auch wenn sie im Training die Aufgabe nicht spontan lösen konnte, hatte sie daraus gelernt. Umso schöner war es, diese Idee in einer echten Partie anzuwenden. Am Ende opferte sie einen Turm und ihr Gegner musste aufgeben, da das Schachmatt unausweichlich war. 

 Somit stand es 2,5 zu 1,5 für die Schachfreunde gegen Frankenthal. Ein schöner Sieg mit tollen lehrreichen Partien. Am 20.2. Geht es weiter in der NWL. 

 Pfalzmeisterschaften der Schachjugend (Zwischenstand 6.1.2026) neu.png

Zwei Jugendliche der SF Limburgerhof haben sich für die Pfalzmeisterschaften der Schachjugend in Bad Dürkheim qualifiziert und nehmen teil. Nicolas Wagener startet obwohl nur 12 Jahre in der Alterklasse der U18-jährigen. Seine Spielstärke ist für dieses Feld passend. Alex Wawrzynek startet in der Alterklasse der unter 12-Jährigen U12. Im bisherigen Verlauf der Meisterschaften spielen die Limburgerhöfer gut mit.

Nach 5 aus 7 Runden hat Nicolas 4 Punkte auf seinem Konto. Drei Siegen stehen zwei Remispartien gegenüber. Damit belegt Nicolas aktuell den 2.
Platz im 8 Spieler starken Feld.

Alex erreichte in den bisherigen 7 von 11 Runden 5,5 Punkte. In der letzten Runde spielte er Remis gegen den Tabellenführer und belegt im einem engen Feld Platz 5 von 20 Teilnehmern.

Auf Chessresults kann das weitere Abschneiden "unserer" Talente verfolgt werden. Externer Link: Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com - PJEM U18 / U18w

        JGP 2025 in Schifferstadt 

Bericht von Adrian Conte

Am 8.11.2025 fand in Schifferstadt die fünfte RTunde des Jugend-Grand-Prix statt. Gespielt wurde in drei Turnieren. Ein Turnier für Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren (U18) und ein weiteres für alle Kinder unter zwölf Jahren (U12). Zusätzlich gab es noch ein drittes, sogenanntes ABC-Turnier, für Anfänger unter 14 Jahren. 

Aus Limburgerhof waren fünf Akteure dabei.

In der U18 schaffte es Colin Jones mit 4,5 Punkten auf den 3.Platz und als Bester der U16. Colin spielte seine Gewinnpartien "mit Vorgabe": er stellte in der Eröffnung jeweils einen Springer ein;und schaffte es dann aber, trotz Minus-Figur seinen Gegner oder die Gegnerin niederzuringen.

Darbaz Jabari holte hat in der U12 4 Punkte. Er wurde am Anfang gefragt, ob er lieber im ABC-Turnier mitspielen möchte oder ob er beim JGP mitspielt, da er noch keine DWZ hat. Sein Jugendtrainer Adrian hat ihm dann (eingedenk seiner Spielstärke im letzten JGP) zugetraut, bei den "alten Hasen" mitzuspielen . Entsprechend motiviert nahm Darbaz die Herausforderung an, um vom Startrang 34 den 11 Platz zu erklimmen. Zur Belohnung durfte er sich einen Sachpreis aussuchen. 

Gabriella Vaca Advendano holte bei einen ihrer ersten offenen Turniere (neben dem Schulschach) in der U16 3 Punkte. Der Auftakt gelang ihr nicht so gut. In der Mittagspause kontte sie ihre Energiereserven auffüllen und dann das Feld von hinten aufrollen. In der einen oder anderen Partien wäre wahrscheinlich noch ein Punkt dabei gewesen, aber nächstes Jahr wird sicherlich der eine oder andere Punkt dazukommen. Ihr hfehlte am Ende noch ein Punkt, um sich einen Sachpreis abzuholen. 

Beim ABC-Turnier der U8 spielten Michelle Caroline Banaszak und Phillipp Dietzsch mit. Beide Limburgerhöfer mussten sogar eine Runde gegeneinander ankämpfen, was auf beiden Seiten den Kampfgeist weckte und man sich nicht auf ein Remis einigte, sondern im schwierigen Kampf sich Phillip am Ende durchsetzen konnte. Beide durften sich beim ABC-Turnier einen kleinen Sachpreis aussuchen. 

Allgemein war die Stimmung auf dem Turnier gut und nächstes Jahr wird sicherlich die neue Session vom JGP fortgesetzt. 

        Alex spielt erfolgreich beim JGP mit

Bericht von Adrian Conte

Die Schachbegeisterung des 11-jährigen Alex Wawrzynek kennt keine Auszeit. Eben erst (5/6.9.) holte er den Pokal der Bezirkseinzelmeisterschaft und spielte am Sonntag (21.9.) seinen ersten Mannschaftskampf in der Bezirksliga mit. Am Freitag (26.9.) spielte er erstmals in der Vereinsmeisterschaft mit und am Samstag (27.9.25) ging es dann beim Jugend-Grand-Prix (JGP) in Kaiserslautern  weiter.

Gesetzt war Alex auf  Startposition 4 von insgesamt 31 Spieler und Spielerinnen in der U12-U8 Gruppe, die gemeinsam in einem Turnier spielten. Nach spannenden Partien schaffte es Alex, 4,5 Punkte aus 7 Runden zu holen. Er gewann 4 Partien, remisierte eine Partie und verlor zwei Partien. Nach der Feinwertung landetet er auf dem 5. Platz und konnte sich mit seinen zufriedenstellenden  4,5 Punkten einen Sachpreis sichern. 

 
        Alex gewinnt BJEM (U12) 2025

Bericht von Adrian Conte

In der Bezirksjugendeinzelmeisterschaft holte er 5 Punkte aus 7 Runden (eine Runde war spielfrei). Bei dem Turnier hat er eine Eloperformance von 1384 erreicht und er hat gegen alle Spieler, die bereits eine DWZ-Auswertung hatten, gewonnen. Bei der 6.Runde stand er noch gleich auf mit dem Erstplatzierten der Startliste (die beiden haben dann gegeneinander gespielt in der letzten Runde), aber Alex konnte die letzte spannende Partie gegen den schwierigsten Gegner im Feld durchsetzen.  Bei nur einem Gegner musste er sich geschlagen geben. Den Rest gewann er, getreu dem Motto "Keine halben Sachen" bzw. Punkte.

Schlusstabelle (externer Link)

Alex qualifiziert sich mit dem Meistertitel für die Pfalzmeisterschaft der U12 2026.

AlexWawrzynek BJEM 20250907

 
Jugend vertritt Schachfreunde in der Bezirkseinzelmeisterschaft
 
Bei der Bezirkseinzelmeisterschaft 2025/26 im Rahmen der 38. Offenen Ludwigshafener Schach-Stadtmeisterschaft (29.08.2025 - 31.08.2025, 5 Runden CH-System) nahmen drei Jugendliche aus Limburgerhof teil: Nicolas WagenerDarbaz Jabari und Alex Wawrzynek teil. Nicolas hat mit ELO 1820 bereits eine beachtliche Wertungszahl. Nach erfolgreichem Auftakt überraschte er in der dritten Runde mit einem Remis gegen den Startrangersten Tobias Bärwinkel  (ELO 2257). Am Ende erreichte Nicolas mit 3,5 Punkten Rang 13 unter 67 Teilnehmern. Darbaz und Alex hatten bisher noch keine ELO-Wertungszahl. Darbaz erreichte 2,0 Punkte und Alex 1,5.
Die Rheinpfalz berichtete über die Ludwigshafener Stadtmeisterschaft am 3.9. in der Rubrik Lokalsport: "Ein Talent startet durch" und lobte: "Ein tolles Turnier spielte das Nachwuchstalent Nicolas Wagener von den Sfr. Limburgerhof." und stellte das Remis gegen den an Nummer eins gesetzten Tobias Bärwinkel heraus.
Enttabelle: externer Link
 
        Alex gewinnt U1400 Gruppenturnier in Pirmasens
Bericht von Adrian Conte
 
Der 11-jährige Alex Wawrzynek aus Limburgerhof spielte beim Gruppenturnier im Leibniz-Gymnasium in Pirmasens mit. Die Spieltage fanden an drei Freitagen im Juli statt (11/18/25).
 
Insgesamt waren 16 Teilnehmer im U1400 Gruppenturnier, wobei Alex von der Startposition 14 aus startete, da Alex noch keine DWZ-Auswertung hat. Zur Zeit spielt er aber fleißig Turniere mit - da wird es bald auch eine DWZ geben. Der Zeitmodus war wie folgt: 90 Minuten pro Spieler zzgl. 10 Sekunden pro Zug ab dem ersten Zug. Gespielt wurden drei Runden und die Gesamtgruppe wurde nochmal unterteilt in kleinere 4er Gruppen.
 

Alex setzte sich gegen seine Gegner oder Gegnerinnen mit 1200/1300 durch, die in den Top Startpositionen ins Turnier starteten. Höhere Anforderungen stellten die "erfahrenen Hasen",  die Alex aber gut bewältigte. Am Ende gewann er alle seine drei Partien seiner Gruppe.

Während Alex eine seiner Partien schnell beenden konnte und bei ihm die Lust am Schach nicht locker lies, stieg er noch bei einem zusätzlichen angebotenen Tages-Schnellschachturnier in Pirmasens in die 2. Runde mit ein und ergatterte prompt den dritten Platz.

Auch bei den anderen beiden Tages-Schnellschachturnieren stieg er mit unbändiger Spielfreude ebenfalls noch nachträglich ein, einmal sogar erst in der dritten Runde. Spaß hat es ihm auf alle Fälle gemacht und auch sein Trainer Adrian war sehr zufrieden mit dem Ergebnis und ebenso mit dem Fortschritt im Training.

Die Schachfreunde Limburgerhof gratulieren zu dem Sieg im U1400 Gruppenturnier in Pirmasens.

 AlexWawrzynek Pirmasens2025
Alex Wawrzynek mit den weißen Steinen in Aktion
 
Zum vierten Male nahm Nicolas Wagener  an der Deutschen Einzelmeisterschaft teil, die vom 8.6.-15.6.2025 in Willingen stattfand.  Er startete in der Altersklasse U12.  Außerdem war aus Limburgerhof Colin Jones  im Offenen Turnier der Gruppe B dabei. Coach Jürgen Wortmann berichtet im Turnier-Tagebuch über "unsere" Limburgerhofer Kandidaten.
 
Gut abgeschnitten: Nicolas Wagener beim Joß-Fritz Jugend-Open 
Nicolas spielte im Juli recht erfolgreich beim 6. Joß-Fritz Jugendopen in Untergrombach (bei Bruchsal) mit. In der A-Gruppe (DWZ>1200) gewann er dreimal und spielte zweimal Remis gegen einen Gegnerschnitt von DWZ 1752. Das ergibt eine inoffizielle neue DWZ von 1818. In dem Feld von 59 Teilnehmern wurde er Vierter  und gewann den Preis in der Kategorie U12. Endtabelle (externer Link)
 
 
      Jugend-Grand-Prix 2025 am 1.Mai in Bad Dürkheim

Bericht von Adrian Conte

Das Turnier fand bei schönem Sonnenschein in der Burgkirche in Bad Dürkheim statt. Es war mit 110 Spielern & Spielerinnen komplett ausgebucht. Gefühlt waren auch mehr weibliche Teinlnehmer dabei .Was dafür spricht, dass Schach über die letzten Jahre hinweg im Interesse gestiegen ist. Von den Schachfreunden Limburgerhof waren fünf Spieler dabei.

Fangen wir mit den Spielern im ABC-Turnier an. Dieses Jahr wurde auch das ABC-Turnier in Jahrgängen unterteilt. Bei der U12 spielte Alex Wawrzynek und Darbaz Jabari mit. Es gab 7 Runden mit 20 Minuten Bedenkzeit pro Seite. Für beide war es das erste Turnier und beide spielten sehr erfolgreich im Turnier mit. Eine Partie mussten die Limburgerhöfer sogar gegeneinander am Spitzenbrett bestreiten, das mit einem glücklichen Ende für Alex endete. Alex gewann das ABC-Turnier U12 mit 6,5 Punkten. Davon waren 6 Siege und 1Remis. Somit hatte Alex den ersten Platz belegt, was mit einem Pokal belohnt wurde. Aber auch die Leistung von Darbaz war sehr gut und er hatte 4 Punkte mit nach Hause genommen, während er zwischenzeitlich im Laufe des Turniers sogar die Führung innehatte. Insgesamt waren 18 Teilnehmer im Feld.

Alex Wawrzynek(JGP2025DUW) AlexDarbazAdrian(JGP2025DUW)

Bild links: ABC-Gewinner Alex Wawrzynek - Bild rechts: ALex und Darbaz mit Trainer Adrian Conte

Im ABC-Turnier in der U8 spielte Phillip Dietzsch mit. Er schaffte es mit 2,5 Punkten auf den 5 Platz von 8 Teilnehmern zu kommen, was für sein erstes richtiges Turnier auch zufriedenstellend war.

Im Jugend-Grand-Prix wurden die Altersgruppen U18-U16-U14 zusammengelegt zu einer großen Gruppe. 

In der U14 spielten Advaith Archana Shankar und Leonardo Staal mit. Beide landeten  im Mittelfeld und Leonardo schaffte es, 4 Punkte zu holen. Advaith holte 3,5 Punkte. An manchen Stellen hätten sie vielleicht mehr rausholen können, aber durch das große Turnier ist man immer wieder auf unterschiedliche Gegner gestoßen. 

Am 28.6. geht es in Eisenberg an der Jahnhalle weiter mit dem JGP25.

 
      Nicolas Wagener Rheinland-Pfalz-Meister 2025 der Altersklasse U12
 
Nicolas Wagener gewann im April 2025  die Rheinland-Pfalz-Einzelmeisterschaft in der Altersklasse U12 in Speyer mit. Aus sieben Runden nach Schweizer System holte er sieben Punkte und gewann erneut (wie im Vorjahr)  den Meistertitel. Damit ist er erneut für die Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaft qualifiziert. - Mehr Info hier
 

Endlich gewonnen: Sieg in Lu

Am 14.3. hatten die Nachwuchsspieler aus Limburgerhof einen Auswärtskampf auszutragen. Immerhin war die Anreise dieses Mal nicht so weit wie in Worms, denn es ging dieses Mal nach Ludwigshafen. Dort ging es sehr lebhaft zu, da gleichzeitig ein Heimspiel beider Ludwigshafener Mannschaften der NWL im Vereinsheim stattfand.

Limburgerhof war fest entschlossen, einen Sieg herbeizuholen. Die Mannschaft bestand aus Advaith Archana Shankar, Paul Gerhardt, Leonardo Staal und Alejandro Ruiz Vitanza. An Brett 4 hatte Alejandro neue Erfahrung gesammelt und umgesetzt: schnelles Ziehen vermeiden und dem Gegner Probleme bereiten. Im Spiel konnte der Gegner einen Bauern mit "en passant" schlagen. Für Alejandro war diese Regel neu, aber er hatte sie nach dem Spiel verstanden. Glück für Alejandro, dass der Gegner die Chance verpasste. Am Ende entdeckte der Gegner eine zerstörerische Taktik und Alejandro musste sich dann geschlagen geben. Somit führte Ludwigshafen II doch es sollte nicht lange so bleiben. Leonardo und Paul gewannen ihre Partien fast gleichzeitig und auch Advaith schaffte es im Mittelspiel, Druck auszuüben bis der Spieler mit den schwarzen Steinen die Partie aufgab. Damit hatte Limburgerhof nun einen Sieg in der Tasche und kämpfte sich nach den Niederlagen der letzten Spiele aus dem Tabellenkeller.

Heimniederlage gegen Neustadt

In der zweiten Runde der Nachwuchsliga am 28.2.2025 unterlag Limburgerhof im Heimspiel gegen die Auswahl des Post SV Neustadt. Anton Boewer gewann seine Partie, während Advaith Shankar und Alejandro Ruiz Vitanza unterlagen. Am Ende des Wettkampfes kam Paul Gerhardt nicht über ein Remis hinaus und so endete der Mannschaftskampf 1,5:2,5.

      Missglückter Auftakt in Worms

Mit Paul Gerhardt, Leonardo Staal,  Alejandro Ruiz Vianza und Michelle Banaszak machten sich vier Nachwuchsschachspieler mit ihrem Coach Jürgen Wortmann auf den Weg nach Worms zur ersten Runde der NWL 2025. Die Sperrung der B9 in der Höhe von Frankental sowie der innerstädtische Parkplatznotstand in Worms steigerte bereits im Vorfeld den Stresslevel. Trotz aller Widrigkeiten gelang es, alle vier Spieler rechtzeitig an die Bretter zu platzieren. 

Für Alejandro und Michelle war es die erste Begegnung mit Wettkampfschach. Das richtige Ausfüllen der Notation und anderer Formalia forderten die Neulingen zusätzlich. Aber ohne Zweifel kam bei Beiden ein ordentliches Schachspiel zustande - leider mit Gewinn des Gegners.

Leonardo und Paul sind schon in vielen Sachkämpfen erfahren. Leider verlor auch Paul, während Leonardo einen sicheren Gewinn verzeichnen konnte. Damit unterlag Limburgerhof  1:3.

Hier geht es zum Ergbenisdienst der Nachwuchsliga PSB Bezirk Nordost (externer Link)

Termine der Nachwuchsliga

Termine Spieltag jeweils freitags um 18:00 Uhr: 31.01., 28.02., 14.03., 04.04., 09.05., 13.06., (bei Rundenturnier ggf. 27.06.)

Je nach Teilnehmerzahl wird CH-System oder Rundenturnier gespielt.

Pfalzjugendeinzelmeisterschaften 2025

02.01.2025 bis 06.01.2025 fanden in Bad Dürkheim die Pfalzjugendeinzelmeisterschaften statt.
 
Teilnehmer von Limburgerhof sind Nicolas Wagener (an Startrang 1 der U14 gesetzt) und Colin Jones ( an Startrang 11 der U16 gesetzt)..
 
Nach 7 Runden erreichte Nicolas mit 5,5, Punkten den dritten Platz. Colin kam mit 3,5 Punkten auf Rang 7.
 
Pfalzmeisterschaften 2025 U14 (externer Link): https://chess-results.com/tnr1093441.aspx?lan=0&art=0
Pfalzmeisterschaften 2025 U16 (externer Link): https://chess-results.com/tnr1093442.aspx?lan=0&art=0
 
 

Jugend-Grand-Prix 2024

An 8 Terminen von März bis November gab es wieder den JGP. Den Auftakt machte Neustadt am 26. März. Endrunde ist am 9. November in Schifferstadt. Parallel zum JGP fand an allen Stationen auch ein ABC-Turnier für Anfänger statt.

Beim letzten Boxenstop fanden sich fast 100 Kinder in der Aula der Realschule Plus in Schifferstadt ein. Colin Jones von den SF Limburgerhof schaffte es, unter die Top Ten zu kommen.

Eddy und Helena Louise hatten keine Turniererfahrung, durften aber trotzdem nicht im ABC Turnier starten und taten sich bei den Profies schwer. Am Ende gewann Helena Louise am Ende doch noch 4 Partien, wie auch Eddy 2 Punkte holte. Leonardo holte 4,5/7. "Alle von mir betreuten Starter machten ihre Sache gut und hatten viel Spass!" resümierte Coach Jürgen Wortmann.

Die 5. Runde des Jugend-Grand-Prix (JGP) fand am 6. Juli im Burg-Gymnasium in Kaiserslautern statt.  Die SF Limburgerhof waren mit Anton Boewer vertreten, der dort sein erstes JGP mitspielte. Hier geht es zum Bericht: JGP Kaiserslautern 2024

Mehr Infos auf der Webseite http://jugend-grand-prix.schachjugend-pfalz.de/ (externer Link)

      
SFL AlejandroRuizVitanza 20241013Gute Leistung bei Schulschachturnier in Landau
Bericht von Adrian Conte / Adrian Totaro
 
Schachschüler Alejandro Ruiz Vitanza (9) trat vergangene Woche beim 26. Landauer Softengine-Schulschachturnier Dr. Georg Müller Gedächtnisturnier an. Die IGS Landau lud Schülerinnen und Schüler im Umkreis ein und fast 200 Kinder folgten dem Aufruf. Für sein erstes Turnier reichte es zwar noch nicht für eine Platzierung auf dem Siegertreppchen; in 7 Runden mit einer Bedenkzeit von je 15 Minuten, holte Alejandro jedoch gute 4,5 Punkte. Für sein erstes Turnier ist es damit eine sehr starke Leistung, die ihm viel Spaß bereitet hat. Die Schachfreunde gratulieren zu dieser tollen Leistung.
 
      

Anton Boewer sammelt in Kaiserslautern erste JGP-Erfahrung

Die 5. Runde des Jugend-Grand-Prix (JGP) fand am 6. Juli im Burg-Gymnasium in Kaiserslautern statt.  Nachdem die deutschen Fußballer am Vortag im Viertelfinale ein spektakulären Spiel gegen Spanien hingelegt hatten, hatten die jugendlichen Schachspieler ein Stelldichein in Kaiserslautern, um dort im Schnellschach mit 16-er Mannschaften gegeneinander aud dem karierten Feld anzutreten. Ziel war nicht, das Runde, ins Eckige zu befördern, sondern den gegnerischen König bewegungsunfähig zu bedrohen, zu gut Deutsch: "Matt" zu setzen, was genauso spannend wie ein Fussballmatch sein kann, nur ohne Elfmeter. Die SF Limburgerhof waren mit Anton Boewer vertreten, der dort sein erstes JGP mitspielte. Jugendleiter Adrian Conte war vor Ort und berichtet:

Das Turnier war gut besucht und die Verpflegung vor Ort konnte fast jeden Wunsch erfüllen. Anton Boewer hatte die Partien gut ausgekämpft und leider spiegelte die erzielte Punktzahl von 1,5 Punkten nicht den ausgeglichen Partieverlauf, den Anton so manchen stärkeren Spielern entgegen bot. Anton hatte oft einen Bauern geopfert in der Eröffnung für Angriff, der sich bedauerlicherweise nicht durchgesetzt hatte und zum schwierigen Endspiel geführt hatte. Aber der Gegner musste erst einmal Anton auf diesen Weg hinführen und sich Lösungen einfallen lassen für alle Hindernisse, die ihm Anton in den Weg gelegt hatte.

Anton hatte trotz seiner Nervosität gut gespielt und erste Erfahrung sammeln können, die sich hier noch nicht in Punkte umwandeln konnten, aber das nächste JGP steht schon in ein paar Monaten vor der Tür. Es findet am 14.09. beim SK Landau statt.

Nachwuchsliga: Limburgerhof ist Meister

Das Titelrennen war bis zum Finale spannend, punktgleich mit je 8 Mannschaftspunkten standen SK Ludwigshafen I, SF Limburgerhof und SK Frankenthal nach der fünften Runde an der Tabellenspitze. Frankenthal trat in der Endrunde in Bad Dürkheim an, während in Limburgerhof die Spitzenpaarung Limburgerhof gegen Ludwigshafen ausgetragen wurde.

Das Limburgerhofer Team gewann die 6. und letzte Runde der NWL gegen den SK Ludwigshafen 2,5-1,5. Frankenthal kam in der Endrunde nicht über ein Remis hinaus, so dass am Ende Limburgerhof mit 10 Mannschaftspunkten vor Frankenthal (9) und Ludwigshafen (8) Meister der Nachwuchsliga wurde. Den Siegerpokal gibt es bei der Bezirksversammlung.

Ergebnisse und Tabelle (externer Link)

Coach Jürgen Wortmann verfolgte den spannenden Endkampf und berichtet darüber:

Anton spielte solide und nutzte Nachlässigkeiten seines Gegners konsequent aus. Er stand schnell auf Gewinn. Ja, Anton hat schon wieder gewonnen.

Colin übersah einen Spieß seines Gegners und verlor nach schnellem Spiel die Qualität. Danach war Colin aber hellwach und spielte aggressiv weiter. Seine Angriffe konnte sein Gegner nicht parieren und der Gewinn folgte bald.

Lange stand Advaith ausgeglichen. Dann muss aber irgendetwas schief gelaufen sein, denn der gegnerische Turm und auch die Dame seines Gegner drangen auf seine Grundreihe ein. Der Partieverlust war unvermeidlich. Advaith spielte gegen einen starken Gegner, der bislang alle NWL-Partien gewinnen konnte. Vielen Dank Advaith für Dein Einspringen nach Absagen anderer Spieler. 

Die längste Partie spielte Nicolas. In einem Damenbauerspiel operierte Nicolas mit seinem Springer sehr optimistisch und fand keinen Weg aus der gegnerischen Stellung zurück. Glücklicherweise patzte auch sein Gegner umgehend eine volle Figur ein. Nicolas stand trotzdem glatt auf Verlust. Unpräzise Züge seines Gegners erlaubten Nicolas einen Ausweg in verlorener Stellung. Nicolas opferte seinen Turm und ermöglichte so seiner Dame ein Dauerschach. Auf der einen Seite war der Spielausgang sicherlich glücklich - auf der anderen Seite ist bemerkenswert wie Nicolas Fehler seines Gegners konsequent ausnutzen konnte.

Nicolas Wagener, Advaith Archana Shankar, Paul Philipp Gerhardt, Colin Jones, Anton Boewer, Leonardo Staal, Eddy Jones und Jacob Fenzel haben durch ihren Einsatz Limburgerhof nicht nur ehrenhaft, sondern auch erfolgreich vertreten. Ganz herzlichen Glückwunsch an alle Spieler. 

DEM 2024
Zum dritten Male nahm Nicolas Wagener an der Deutschen Einzelmeisterschaft teil. Mit  3,5 Punkten aus 9 Partien errecihte er am Ende Rang 44 von 60 Teilnehmern im Turnier der Altersgruppe U12. - Jürgen Wortmann berichtet. Nicolas@DEM 2024
 

Nachwuchsliga Runde 5

Die 5. Runde der Nachwuchsliga Frankenthal - Limburgerhof endete 2:2 unentschieden. Die Punkte für Limburgerhof holten Nicola Wagener und Leonardo Staal. 

Die letzte Runde am 21.06.2024 ist ausgelost. Das Titelrennen bleibt spannend, punktgleich mit je 8 Mannschaftspunkten sind SK Ludwigshafen I, SF Limburgerhof und SK Frankenthal. Limburgerhof spielt gegen Ludwigshafen und Bad Dürkheim gegen Frankenthal.

Ergebnisse und Tabelle (externer Link)

Bericht von Adrian Conte

Am 3.5. hatten die Schachfreunde Limburgerhof einen Besuch beim SK Frankenthal. Die vorletzte Runde der Nachwuchsliga versprach spannend zu werden, denn jede der beiden Mannschaften hatte gleichviele Punkte und wollte unbedingt diese Runde gewinnen, um an der anderen Mannschaft vorbeizuziehen.

Um Punkt 18 Uhr wurden die Uhren gestartet und die heißen Partien begannen. Anton Boewer an Brett drei versuchte mit Weiß ein kreatives Konzept in der Eröffnung auszuprobieren, dass er seine Stellung mit einem Königsflügelangriff und einem Damenflügelangriff gleichermaßen aufbaute. Nur leider passte das alles nicht so gut zusammen und durch das mutige Spiel entstanden Löchern in der Stellung, die der Gegner versuchte auszunutzen. Anton kämpfte tapfer weiter, versuchte seinen Angriff am Damenflügel auszubauen und übersah am Ende der Variante eine Mattdrohung, die ihm die Partie kostete. Somit lag Frankenthal in Führung.

Leonardo Staal an Brett vier hatte die schwarzen Steine und musste sich mit einem aggressiven Gambit auseinandersetzen. Doch trotz der Aggressivität, die die Eröffnung von Weiß an den Tag legen sollte, schaffte es Leonardo selbst am Drücker zu sein und hatte immer noch einen Bauern mehr, den der Gegner am Anfang geopfert hatte. Leider konnte der König aus der Mitte des Brettes fliehen und sich etwas mehr in Sicherheit wiegen, aber Leonardo schaffte es die Partie in ein Endspiel abzuwickeln, so dass er mit dem Bauern Vorsprung die Partie für sich entschied. Somit stand es nun 1-1.

Nicolas Wagener spielt an Brett eins mit den weißen Steinen. Sein Gegner versuchte das aggressive Spiel von Nicolas zu bändigen in dem er selbst die Dame ins gegnerische Lager zog, doch das war ein Fehler wie sich herausstellte, da die Dame somit zur Zielscheibe von Nicolas Streitmacht wurde. Nach und nach kamen Springer und Läufer heraus und bedrohten die wagemutige Dame, die sich immer mehr zurückziehen musste. Durch den Zeitverlust mit der Dame stand der schwarze König noch im Zentrum und Nicolas nutzte die Chance mit einem taktisch klugen Angriff aus. 2-1 für Limburgerhof.

Paul Gerhardt saß an Brett zwei und musste mit den schwarzen Steinen eine leicht passive Stellung verteidigen, da Pauls Gegner versuchte immer weiter zu drücken am Königsflügel. Paul überlegte lange und versuchte immer wieder den Angriffen auszuweichen, was ihm gelang. Nur stellte sich die Zeit als Problem heraus und Paul übersah ein paar Möglichkeiten. Am Ende hatte er dem Königsangriff nichts mehr entgegenzustellen und musste die Waffen strecken. Somit stand es 2-2.

Das Titelrennen ist noch spannend, punktgleich sind SK Ludwigshafen I, SF Limburgerhof und SK Frankenthal. Die letzte Runde wartet nächsten Monat am 21.6. Die SF Limburgerhof haben Heimspiel gegen SK Ludwigshafen.

 

Nachwuchsliga: Limburgerhof siegt über Neustadt

Im vierten Spiel der Nachwuchsliga am 12.4.2024 in Limburgerhof waren die Gastgeber erneut erfolgreich. Nach Siegen von Nicolas Wagener und Leonardo Staal fehlte beim Führungsstand von 2:0 noch ein halber Punkt zum Sieg. Diesen holte Paul Philipp Gerhardt, so dass am Ende die Nierderlage von Anton Boewer dem Mannschaftssieg keinen Abbruch mehr tat.

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Siegreich gegen Neustadt - NWL-Team mit Trainer

Limburgerhof steht nach vier Spieltagen gemeinsam mit Frankenthal an der Tabellenpitze der 17 teilnehmenden annschaften.

Nächste Runde ist am 3. Mai, dann treten die SFL im Spiel der Favoriten in Frankenthal an.

Ergebnisse und Tabelle (externer Link)

Nicolas Wagener ist RLP-Meister U12

Vom 23.03. bis 27.03.2024 fand in Trier die Rheinland-Pfalz Jugendeinzelmeisterschaft statt. In der Altersgruppe U12 war Nicolas Wagener von den Schachfreunden Limburgerhof mit dabei. Gespielt werden 7 Runden nach Schweizer System. Nach der sechsten Runde stand Nicolas mit fünf  Siegen und einem Remis mit einem ganzen Punkt Vorsprung an der Spitze! Ein taktisches Remis in vorteilhafter Stellung reichte in der letzten Runde zum Titelgewinn mit einem halben Punkt Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Damit hat sich Nicolas erneut für die Deutsche Einzelmeisterschaft qualifiziert!

Endtabelle RPJEM 2024 U12 (externer Link) - Spieler Info: Nicolas Wagener (externer Link)

Ausfühlicher Bericht: Nicolas RLP-Meister U12

Nicolas Wagener wird Zweiter beim Karlruher Jugend-Open 2023
Die DEM ist "Geschichte - Nicolas Wagener sucht neue Herausforderungen und tritt beim 11. Karlsruher Jugendopen 2023 an. Noch spielberechtigt für die U10, mischt er bei den U12-ern mit und erstreitet sich den zweiten Platz nach Turniersieger Ivan Kateryniuk vom SC Rastatt, gegen den Nicolas in der vierten Runde den einzigen Verlustpunkt abgeben musste. Auf der Webseite des Ausrichters Karlsruher Schachfreunde 1853 e.V. findet sich ein Bericht zum Jugend-Open: externer Link

DEM 2023
Nicolas Wagener (U10) aus Limburgerhof nahm erneut an der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft teil. Coach Jürgen Wortmann ist vor Ort mit dabei und berichtet hier: Nicolas @ DEM 2023
 
RLP Mannschaftsmeisterschaft 2023 - Limburgerhof Vierter
 

Die Rheinland-Pfalz Schachjugendmannschaftsmeisterschaften wurden 2023 im Mai In Neustadt ausgetragen.In der Altersklasse U10 trat Limburgerhof mit  Nicolas Wagener, Julian Fuhrmann, Eddy Jones und Finn Zöller. Nicolas Wagener an.

Knappe Mannschaftsniederlagen gegen Kastellaun und Ramstein-Miesenbach (1,5 zu 2,5) bei einem (4 zu 0)-Erfolg gegen Heimbach-Weiß/ Neuwied war die Ausbeute des ersten Tages. Am zweiten Tag verlor Limburgerhof 1:3 gegen die stärkste Mannschaft aus Trier. Dabei gewann Nicolas erneut wie bei der Einzelmeisterschaft gegen den Dritten der RLP-JEM U10 Marnin Classen. Im folgenden Spiel gegen die punktgleiche Mannschaft aus Mainz gelang ein Unentschieden (2:2). Dieses Ergebnis bedeutete den 4. Platz im Turnier.

Ausführlicher Bericht von Jürgen Wortmann: RLP-MM 2023 (U10) in Neustadt

 
Nicolas Wagener wieder bei DEM dabei
 
Mit seinem Erfolg bei der RLP-Einzelmeisterschaft hat sich Nicolas Wagener für die Deutsche Einzelmeisterschaft in der Altersklasse U10 qualifiziert. Nicolas hat bereits im vergangenen Jahr mitgespielt (siehe Bericht). Mit seiner aktuellen Wertungszahl von 1491 wird erwartet, dass Nicolas im oberen Drittel gesetzt wird (siehe Meldeliste, externer Link). Mehr zur Meisterschaft: DEM 2023 (externer Link).
 
Nicolas Wagener ist RLP-Vizemeister 2023
 
Der aus Limburgerhof stammende Nicolas Wagener ist Vizemeister Rheinland-Pfalz seiner Altersklasse (U10). Der erst 9-jährige spielte  Anfang April in der  Jugendherberge Oberwesel um den Titel. Dabei unterlag er lediglich seinem schärfsten Konkurrenten, Peter Steinbrenner, aus Kaiserslautern. Damit hat sich Nicolas für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die ab dem 27.05. in Willingen (Sauerland) stattfinden wird. - Hier geht es zum Bericht.
 
Nicolas verteidigt Pfalzmeister-Titel
 
Am 22.1.2023 wurde in Westheim die Pfalzmeisterschaft U10 ausgetragen. Nicolas verteidigte mit 7/7 souverän seinen Pfalzmeistertitel. "Nicolas beginnt richtig Schach zu spielen." kommentierte sein Trainer Jürgen Woertmann sehr zufrieden. Julian musste leider nach einem gewonnenem Spiel das Turnier aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Hier geht es zum Bericht.
 

Limburgerhof wieder bei U10-Mannschaftsmeisterschaft dabei

Jacob Fenzel, Julian Fuhrmann, Me Le, Eddy Jones und Nicolas Wagener spielten als Team bei der offenen Rheinland-Pfälzischen Vereinsmeisterschaft U10 in Kirchberg (Hunsrück) mit.
Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

Nicolas Wagener ist RLP-Meister U12

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 Vom 23.03. bis 27.03.2024 fand in Trier die Rheinland-Pfalz Jugendeinzelmeisterschaft statt. In der Altersgruppe U12 war Nicolas Wagener von den Schachfreunden Limburgerhof mit dabei. Gespielt werden 7 Runden nach Schweizer System. Nach der sechsten Runde stand Nicolas mit fünf  Siegen und einem Remis mit einem ganzen Punkt Vorsprung an der Spitze! Ein taktisches Remis in vorteilhafter Stellung reichte in der letzten Runde zum Titelgewinn mit einem halben Punkt Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Damit hat sich Nicolas erneut für die Deutsche Einzelmeisterschaft qualifiziert!

Endtabelle RPJEM 2024 U12 (externer Link) - Spieler Info: Nicolas Wagener (externer Link)

 

Ausführlicher Bericht  (von Jürgen Wortmann)

Nikolas gewann die ersten 2 Runden "locker", da seine DWZ-schwächeren Gegner frühzeitig im Spiel Fehler begingen, die Nicolas routiniert zu schnellen Siegen nutzte.

In der dritten Runde traf Nicolas auf Marnin Classen, einen Spieler aus Trier, den er bereits aus gemeinsamen Teilnahmen bei Deutschen Jugendmeisterschaften kannte. Marnin spielte bisher mit Schwarz ausschließlich die Französische Verteidigung und mit Weiß Alapin mit der Hoffnung auf eine Französische Stellung. Marnin hatte gegen Nicolas mit diesen Französischen Stellungen in der Vergangenheit mehrmals deutlich verloren. Marnin wechselte nun auf ein Damenbauernspiel, was auch nicht lange gut ging. Der Sieg von Nicolas kam schnell.

In der vierten Runde traf Nicolas auf Ediz Yozgyur, ein Spieler mit einer DWZ Wertung von 1487, aber einen hohen Wertung von 1966 ELO. Ediz war wertungstechnisch schwer einzuschätzen. Es kam zu folgender Stellung.

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Ediz zog mit Schwarz 19. ...Db6?, wanach Nicolas sofort gewann. Wie?

In der fünften Runde war Amiran Balashvili sein Gegner. Er war mit 1712 DWZ besser eingestuft als Nicolas und stand im Turnier ebenfalls bei 4 Punkten.  Vor zwei Jahren hatte Nicolas unter zweifelhaften Umständen bei den RLP-Meisterschaften gegen Amiran verloren, um sich bereits im letzten Jahr mit einem Sieg zu revanchieren. Die Hoffnung war, dass Nicolas auch in diesem Jahr die Prüfung bestehen würde. Amiran mit Weiß hatte in den letzten Jahren die sizilianische Verteidigung von Nicolas mit Schwarz geschlossen beantwortet. Nicolas war auf diesen Stellungstypen gut vorbereitet. Amiran machte in der Eröffnung wenig Druck, so dass Nicolas Zeit hatte eine perfekte Igelstellung aufzubauen. Nicolas erzielte im weiteren Spiel zweimal großen Vorteil, um zweimal den Vorteil aus den Hand zu geben. Als das Endspiel erreicht wurde, spielte Nicolas aktiver als Amiran und gewann drei Mehrbauern. Nachdem Nicolas drohte die letzten Türme zu tauschen, gab Amiran die hoffungslose Partie in folgender Schlussstellung auf.

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Nach dieser Partie war die Meisterschaft "praktisch entschieden". Nicolas hatte einen ganzen Punkt Vorsprung und seine direkten Konkurenten geschlagen. Nicolas bekam von seinem Trainer den Auftrag solide weiter zu spielen.

Aber dann kam Amil Aliyev und Nicolas bekam Gelegenheit sich in Abenteuer zu stürzen. Da konnte er nicht nein sagen. Nicolas opferte mal "ein wenig" für leichten Vorteil. Aber sein Gegner bekommt Gegenspiel und bei gegenseitigen offenen König entwickelt sich eine Taktikschlacht, die der Analysator in ChessBase17 als "Alptraum" kennzeichnet. Nicolas erreicht im Endspiel eine klare Gewinnstellung, die er aber durch einen unbedachten Königszug verdirbt. In ausgeglichener Stellung einigen sich beide Spieler auf Remis!

NW RLPU12 Pos03

Hier spielte Nicolas mit Weiß fehlerhafterweise Ke1??. Welcher Zug hätte gewonnen?

Dieses Remis reichte Nicolas zu einer sicheren Führung von einem Punkt, da seine schärfster Konkurrenten Amiran und Ediz ebenfalls remisierten.

Vermutlich hätte sich Nicolas in der letzten der 7. Runde auch einen Spielverlust leisten können - aber gegen Noah Wolf akzeptierte er "aus Sicherheitsgründen" ein Remis in angeblicher Gewinnstellung. Leider ging von dieser Partie die Notation verloren.

Dieses Turnier beendete Nicolas mit einem sensationell gutem Ergebnis. Nicolas beschloss das Turnier mit hervorragenden 6 Punkten aus 7 Spielen. Sein mittlerer Fehlerwert über die ausgewerteten Partien lag nach ChessBase17 bei 0,35. Das ist ein bemerkenswert guter Wert. Das war seine erste RLP-Meisterschaft, die er gewann.

Mit diesem Turnier hat Nicolas seine Wertungszahlen merklich gesteigert. +27 auf 1673 DWZ. Die Steigerung wäre noch höher ausgefallen, hätte er nicht die letzten zwei Runden Remis gespielt, die seinen Sieg absicherten.

Ob das Turnier ELO gewertet wird, weiß ich nicht. Wenn es gewertet wird, ist auch hier ein starker Wertzuwachs zu erwarten. Immerhin hat er einen Spieler mit einer ELO-Wertung von 1966 geschlagen. Die Schätzung sagt für Nicolas eine Steigerung um +81 auf 1795 ELO voraus. Ich finde, die DWZ und die ELO sind für einen 11-jährigen respektabel.

NW RLPU12 Top3a

Titelgewinner Nicolas Wagener (Mitte), Zweitplatzierter Amiran Balashvili (links) und Dritter Ediz Yozgyur (rechts)