Nachwuchsliga: Limburgerhof siegt über Neustadt

Im vierten Spiel der Nachwuchsliga am 12.4.2024 in Limburgerhof waren die Gastgeber erneut erfolgreich. Nach Siegen von Nicolas Wagener und Leonardo Staal fehlte beim Führungsstand von 2:0 noch ein halber Punkt zum Sieg. Diesen holte Paul Philipp Gerhardt, so dass am Ende die Nierderlage von Anton Boewer dem Mannschaftssieg keinen Abbruch mehr tat.

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Siegreich gegen Neustadt - NWL-Team mit Trainer

Limburgerhof steht nach vier Spieltagen gemeinsam mit Frankenthal an der Tabellenpitze der 17 teilnehmenden annschaften.

Nächste Runde ist am 3. Mai, dann treten die SFL im Spiel der Favoriten in Frankenthal an.

Ergebnisse und Tabelle (externer Link)

Nicolas Wagener ist RLP-Meister U12

Vom 23.03. bis 27.03.2024 fand in Trier die Rheinland-Pfalz Jugendeinzelmeisterschaft statt. In der Altersgruppe U12 war Nicolas Wagener von den Schachfreunden Limburgerhof mit dabei. Gespielt werden 7 Runden nach Schweizer System. Nach der sechsten Runde stand Nicolas mit fünf  Siegen und einem Remis mit einem ganzen Punkt Vorsprung an der Spitze! Ein taktisches Remis in vorteilhafter Stellung reichte in der letzten Runde zum Titelgewinn mit einem halben Punkt Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Damit hat sich Nicolas erneut für die Deutsche Einzelmeisterschaft qualifiziert!

Endtabelle RPJEM 2024 U12 (externer Link) - Spieler Info: Nicolas Wagener (externer Link)

Ausfühlicher Bericht: Nicolas RLP-Meister U12

Nicolas Wagener wird Zweiter beim Karlruher Jugend-Open 2023
Die DEM ist "Geschichte - Nicolas Wagener sucht neue Herausforderungen und tritt beim 11. Karlsruher Jugendopen 2023 an. Noch spielberechtigt für die U10, mischt er bei den U12-ern mit und erstreitet sich den zweiten Platz nach Turniersieger Ivan Kateryniuk vom SC Rastatt, gegen den Nicolas in der vierten Runde den einzigen Verlustpunkt abgeben musste. Auf der Webseite des Ausrichters Karlsruher Schachfreunde 1853 e.V. findet sich ein Bericht zum Jugend-Open: externer Link

DEM 2023
Nicolas Wagener (U10) aus Limburgerhof nahm erneut an der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft teil. Coach Jürgen Wortmann ist vor Ort mit dabei und berichtet hier: Nicolas @ DEM 2023
 
RLP Mannschaftsmeisterschaft 2023 - Limburgerhof Vierter
 

Die Rheinland-Pfalz Schachjugendmannschaftsmeisterschaften wurden 2023 im Mai In Neustadt ausgetragen.In der Altersklasse U10 trat Limburgerhof mit  Nicolas Wagener, Julian Fuhrmann, Eddy Jones und Finn Zöller. Nicolas Wagener an.

Knappe Mannschaftsniederlagen gegen Kastellaun und Ramstein-Miesenbach (1,5 zu 2,5) bei einem (4 zu 0)-Erfolg gegen Heimbach-Weiß/ Neuwied war die Ausbeute des ersten Tages. Am zweiten Tag verlor Limburgerhof 1:3 gegen die stärkste Mannschaft aus Trier. Dabei gewann Nicolas erneut wie bei der Einzelmeisterschaft gegen den Dritten der RLP-JEM U10 Marnin Classen. Im folgenden Spiel gegen die punktgleiche Mannschaft aus Mainz gelang ein Unentschieden (2:2). Dieses Ergebnis bedeutete den 4. Platz im Turnier.

Ausführlicher Bericht von Jürgen Wortmann: RLP-MM 2023 (U10) in Neustadt

 
Nicolas Wagener wieder bei DEM dabei
 
Mit seinem Erfolg bei der RLP-Einzelmeisterschaft hat sich Nicolas Wagener für die Deutsche Einzelmeisterschaft in der Altersklasse U10 qualifiziert. Nicolas hat bereits im vergangenen Jahr mitgespielt (siehe Bericht). Mit seiner aktuellen Wertungszahl von 1491 wird erwartet, dass Nicolas im oberen Drittel gesetzt wird (siehe Meldeliste, externer Link). Mehr zur Meisterschaft: DEM 2023 (externer Link).
 
Nicolas Wagener ist RLP-Vizemeister 2023
 
Der aus Limburgerhof stammende Nicolas Wagener ist Vizemeister Rheinland-Pfalz seiner Altersklasse (U10). Der erst 9-jährige spielte  Anfang April in der  Jugendherberge Oberwesel um den Titel. Dabei unterlag er lediglich seinem schärfsten Konkurrenten, Peter Steinbrenner, aus Kaiserslautern. Damit hat sich Nicolas für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die ab dem 27.05. in Willingen (Sauerland) stattfinden wird. - Hier geht es zum Bericht.
 
Nicolas verteidigt Pfalzmeister-Titel
 
Am 22.1.2023 wurde in Westheim die Pfalzmeisterschaft U10 ausgetragen. Nicolas verteidigte mit 7/7 souverän seinen Pfalzmeistertitel. "Nicolas beginnt richtig Schach zu spielen." kommentierte sein Trainer Jürgen Woertmann sehr zufrieden. Julian musste leider nach einem gewonnenem Spiel das Turnier aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Hier geht es zum Bericht.
 

Limburgerhof wieder bei U10-Mannschaftsmeisterschaft dabei

Jacob Fenzel, Julian Fuhrmann, Me Le, Eddy Jones und Nicolas Wagener spielten als Team bei der offenen Rheinland-Pfälzischen Vereinsmeisterschaft U10 in Kirchberg (Hunsrück) mit.
Hier geht es zum ausführlichen Bericht.

Nicolas Wagener ist RLP-Meister U12

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 Vom 23.03. bis 27.03.2024 fand in Trier die Rheinland-Pfalz Jugendeinzelmeisterschaft statt. In der Altersgruppe U12 war Nicolas Wagener von den Schachfreunden Limburgerhof mit dabei. Gespielt werden 7 Runden nach Schweizer System. Nach der sechsten Runde stand Nicolas mit fünf  Siegen und einem Remis mit einem ganzen Punkt Vorsprung an der Spitze! Ein taktisches Remis in vorteilhafter Stellung reichte in der letzten Runde zum Titelgewinn mit einem halben Punkt Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Damit hat sich Nicolas erneut für die Deutsche Einzelmeisterschaft qualifiziert!

Endtabelle RPJEM 2024 U12 (externer Link) - Spieler Info: Nicolas Wagener (externer Link)

 

Ausführlicher Bericht  (von Jürgen Wortmann)

Nikolas gewann die ersten 2 Runden "locker", da seine DWZ-schwächeren Gegner frühzeitig im Spiel Fehler begingen, die Nicolas routiniert zu schnellen Siegen nutzte.

In der dritten Runde traf Nicolas auf Marnin Classen, einen Spieler aus Trier, den er bereits aus gemeinsamen Teilnahmen bei Deutschen Jugendmeisterschaften kannte. Marnin spielte bisher mit Schwarz ausschließlich die Französische Verteidigung und mit Weiß Alapin mit der Hoffnung auf eine Französische Stellung. Marnin hatte gegen Nicolas mit diesen Französischen Stellungen in der Vergangenheit mehrmals deutlich verloren. Marnin wechselte nun auf ein Damenbauernspiel, was auch nicht lange gut ging. Der Sieg von Nicolas kam schnell.

In der vierten Runde traf Nicolas auf Ediz Yozgyur, ein Spieler mit einer DWZ Wertung von 1487, aber einen hohen Wertung von 1966 ELO. Ediz war wertungstechnisch schwer einzuschätzen. Es kam zu folgender Stellung.

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Ediz zog mit Schwarz 19. ...Db6?, wanach Nicolas sofort gewann. Wie?

In der fünften Runde war Amiran Balashvili sein Gegner. Er war mit 1712 DWZ besser eingestuft als Nicolas und stand im Turnier ebenfalls bei 4 Punkten.  Vor zwei Jahren hatte Nicolas unter zweifelhaften Umständen bei den RLP-Meisterschaften gegen Amiran verloren, um sich bereits im letzten Jahr mit einem Sieg zu revanchieren. Die Hoffnung war, dass Nicolas auch in diesem Jahr die Prüfung bestehen würde. Amiran mit Weiß hatte in den letzten Jahren die sizilianische Verteidigung von Nicolas mit Schwarz geschlossen beantwortet. Nicolas war auf diesen Stellungstypen gut vorbereitet. Amiran machte in der Eröffnung wenig Druck, so dass Nicolas Zeit hatte eine perfekte Igelstellung aufzubauen. Nicolas erzielte im weiteren Spiel zweimal großen Vorteil, um zweimal den Vorteil aus den Hand zu geben. Als das Endspiel erreicht wurde, spielte Nicolas aktiver als Amiran und gewann drei Mehrbauern. Nachdem Nicolas drohte die letzten Türme zu tauschen, gab Amiran die hoffungslose Partie in folgender Schlussstellung auf.

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Nach dieser Partie war die Meisterschaft "praktisch entschieden". Nicolas hatte einen ganzen Punkt Vorsprung und seine direkten Konkurenten geschlagen. Nicolas bekam von seinem Trainer den Auftrag solide weiter zu spielen.

Aber dann kam Amil Aliyev und Nicolas bekam Gelegenheit sich in Abenteuer zu stürzen. Da konnte er nicht nein sagen. Nicolas opferte mal "ein wenig" für leichten Vorteil. Aber sein Gegner bekommt Gegenspiel und bei gegenseitigen offenen König entwickelt sich eine Taktikschlacht, die der Analysator in ChessBase17 als "Alptraum" kennzeichnet. Nicolas erreicht im Endspiel eine klare Gewinnstellung, die er aber durch einen unbedachten Königszug verdirbt. In ausgeglichener Stellung einigen sich beide Spieler auf Remis!

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Hier spielte Nicolas mit Weiß fehlerhafterweise Ke1??. Welcher Zug hätte gewonnen?

Dieses Remis reichte Nicolas zu einer sicheren Führung von einem Punkt, da seine schärfster Konkurrenten Amiran und Ediz ebenfalls remisierten.

Vermutlich hätte sich Nicolas in der letzten der 7. Runde auch einen Spielverlust leisten können - aber gegen Noah Wolf akzeptierte er "aus Sicherheitsgründen" ein Remis in angeblicher Gewinnstellung. Leider ging von dieser Partie die Notation verloren.

Dieses Turnier beendete Nicolas mit einem sensationell gutem Ergebnis. Nicolas beschloss das Turnier mit hervorragenden 6 Punkten aus 7 Spielen. Sein mittlerer Fehlerwert über die ausgewerteten Partien lag nach ChessBase17 bei 0,35. Das ist ein bemerkenswert guter Wert. Das war seine erste RLP-Meisterschaft, die er gewann.

Mit diesem Turnier hat Nicolas seine Wertungszahlen merklich gesteigert. +27 auf 1673 DWZ. Die Steigerung wäre noch höher ausgefallen, hätte er nicht die letzten zwei Runden Remis gespielt, die seinen Sieg absicherten.

Ob das Turnier ELO gewertet wird, weiß ich nicht. Wenn es gewertet wird, ist auch hier ein starker Wertzuwachs zu erwarten. Immerhin hat er einen Spieler mit einer ELO-Wertung von 1966 geschlagen. Die Schätzung sagt für Nicolas eine Steigerung um +81 auf 1795 ELO voraus. Ich finde, die DWZ und die ELO sind für einen 11-jährigen respektabel.

NW RLPU12 Top3a

Titelgewinner Nicolas Wagener (Mitte), Zweitplatzierter Amiran Balashvili (links) und Dritter Ediz Yozgyur (rechts)

Nicolas Wagener nahm nach 2022  (siehe Bericht) zum zweiten Male an der Deutschen Einzelmeisterschaft der U10 teil, die vom 27.5.-4.6.2023 in Willingen stattfiand.  Coach Jürgen Wortmann berichtet im nachstehenden Tagebuch über "unseren" Limburgerhofer Kandidaten.

Mehr zur Meisterschaft: DEM 2023 (externer Link). Und hier geht es zum  Spielerprofil von Nicolas (externer Link).

NicolasWagener DEM(U10) 2023

Hier geht es zu den Partien von Nicolas (externe Links)

  1. Nicolas Wagener - Rasmus Döscher 1:0 1,0
  2.  Karl Gersemann - Nicolas Wagener 0,5:0,5 1,5
  3. Nicolas Wagener - Harshill Pradeep 0:1 1,5
  4. Rafael Antonio Bergmann - Nicolas Wagener 0:1 2,5
  5.  Yunqi Li - Nicolas Wagener 1:0 2,5
  6. Nicolas Wagener - Dakxwin Sutharjan 1:0 3,5
  7. Toshiya Aguike - Nicolas Wagener 1:0 3,5
  8. Nicolas Wagener -Antoni Pawlak 1:0 4,5
  9. Arthur Hoppe - Nicolas Wagener 1:0 4,5
  10. Nicolas Wagener - Shreyas Shivkumar 0:1 4,5
  11. Hannes Obermair - Nicolas Wagener ½ : ½ 5,0

 

Nicolas Wagener auf der DEM 2023 

Bericht von Jürgen Wotmann

Anreise
Wir durften bei herrlichem wolkenlosem Wetter anreisen. Es wäre aber schön gewesen, wenn die Fahrt sich nicht so gezogen hätte. Nach etwas über 3,5 h kamen wir am Sternhotel an. Die letzten Kilometer zählten wir einzeln. Das Einchecken in Hotel und dem Turnier gelang im Vergleich zum Vorjahr unter Corona-Restriktionen blitzschnell. Nur die geringe Zahl an nahen Parkplätzen war nicht so prickelnd. Das Gepäckschleppen über ein paar hundert Meter war lästig, aber gelang.
 
1. Runde
In der ersten Runde wurde Rasmus Döscher aus Bremen Nicolas zugelost. Rasmus hat ein DWZ von 1049. Nicolas hat eine deutlich höhere Wertungszahl. Ein Sieg in einer Weißpartie scheint für Nicolas möglich. - Wir drücken die Daumen.
 
Nicolas spielte am Brett seine erste Partie mit Eröffnung des d-Bauern. Gegen die Colle-Zukertort-Variante wählte sein Gegner eine ungünsge Aufstellung, die Nicolas zu seinem Gunsten gestalten konnte. AlsNicolas einen Königsangriff startete unterlief ihm allerdings ein Patzer. Sein Gegner hätte durch einen Abzugsangriff die Qualität gewinnen können. Glücklicherweise sah sein Gegner diese Möglichkeit nicht. Nicolas zog seinen Angriff auf und bald resignierte sein Gegner. Durch diesen (ein bisschen erwarteten) Sieg rückte Nicolas in die obere Feldhälfte auf. In der nächsten Runde wird ihm ein schwereres Kaliber zugelost werden.
 
2. Runde
In der zweiten Runde hatte Nicolas Schwarz und spielte gegen den Berliner Karl Gersemann mit einer DWZ von 1751. Karl Gersemann war im Duell gegen Nicolas der klare Favorit. Von  Karl Gersemann waren einige Partien öffentlich verfügbar, so dass eine Vorbereitung möglich war. Und tatsächlich entwickelte sich die Partie wie erwartet. Ein offener Sizilianer kam auf Nicolas Brett und Nicolas igelte sich ein. Karl spielte voll auf Angriff und erreichte bald eine klare Gewinnstellung. Aber eine Nachlässigkeit erlaubte Nicolas einen Damentausch
zu erzwingen und Karls Angriff verpuffte. Ein ausgeglichene Endspielstellung entstand. Die beiden Kontrahenten schenkten sich nichts und fochten lange. Das Spiel wogte hin und her. Mal war Nicolas im Vorteil mal Karl. Schlussendlich opferte Nicolas einen Turm und erhielt dafür zwei vorgerückte Freibauern. Karls Turm musste sich ebenfalls opfern. Nicolas führte einen Bauern zur Damenumwandlung. Das reichte aber nicht zum Gewinn, da ein Bauer auf der c-Linie auf der vorletzten Reihe gegen die Dame ein bekannte Remisstellung darstellt.
Das Remis gegen einen starken Gegner ist ein großer Erfolg für Nicolas. Sein Erfolg muss er allerdings „bezahlen“ – in der nächsten Runde wartet erneut ein DWZ-Riese.
 

3. Runde
Das Wetter in Willingen war kühl und wenige tiefhängende Wolken zogen von böigem Wind getrieben über das Sternhotel. Im Ganzen war es aber heiter.
In der dritten Runde spielte Nicolas gegen Harshill Pradeep. Ein Gegner mit einer Bewertung, die in etwa der von Nicolas entsprach. Nicolas spielte mit Weiß und wir hofften auf einen Sieg. Leider wurde daraus nichts. Nicolas stellte ohne Not in der Eröffnung einen Springer ein, den er taktisch rückgewinnen wollte. Leider funktionierte seine Berechnung hinten und vorne nicht. Danach kollabierte sein Spiel weiter und Nicolas verlor schnell.

4.Runde
Nach der desaströsen Niederlage war seelische Aufbauarbeit angesagt. Danach begann das Match gegen Rafael Antonio Bergmann, der ein wenig höheres Rating als Nicolas besaß. Nicolas spielte gegen 1. e4 den Sizilianischen Paulsenaufbau. Nach der Eröffnungsphase wurde eine ausgeglichene Stellung erreicht. Als Nicolas sich auf das Spiel am Damenflügel konzentrierte, schlug es plötzlich auf h7 ein. Danach kämpfte Nicolas gegen die drohende Niederlage. Nicolas stand einfach schlecht. Allerdings gewann sein Gegner danach nur einen Bauern und kam ansonsten „nicht richtig weiter“, obwohl Nicolas‘ Stellung furchteinflößend aussah. Nicolas stellte eine Konterfalle auf, in die der Gegner prompt tappte. Nicolas setzte danach routiniert Matt. Sein Sieg muss als sehr glücklich bezeichnet werden. Er zeigt aber auch, dass der Kampfgeist von Nicolas auch in schwierigen Stellungen nicht unterschätzt werden darf.
In der nächsten Runde geht es gegen einen Wertungsriesen, der bereits international für Deutschland gespielt hat. Und schon wieder hat Nicolas Schwarz. Das Schicksal kennt sein Trainer. Nicolas kann im nächsten Spiel mindestens an Erfahrung gewinnen.

5. Runde
Ich würde gerne Besseres berichten, aber leider hat Nicolas verloren. Die Schwarz-Partie gegen den Fast-1800er Spieler Yunqi Li gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Das ist für Schwarz als kleiner Erfolg zu werten. In der Folge kam es durch Addition keiner Ungenauigkeiten zu einem Abgleiten der Partie. Zunächst stand Nicolas leicht schlechter, dann deutlich schlechter, dann auf Verlust. Nicolas typisch kämpfte er bis zum Schluss tapfer weiter ohne noch das Blatt wenden zu können. Nicolas war danach sehr traurig.
Schön war, dass am Nachmittag kein weiteres Spiel anstand. Nicolas konnte mit Federball, Rodeln und Schwimmen die Verlustpartie vergessen machen.
Morgen in der 6. Runde spielt Nicolas gegen Dakxwin Sutharjan mit einer Wertung nahe an der von Nicolas. Die Partie verspricht spannend zu werden.

6. Runde
Vor der 6.Runde gegen Dakxwin Sutharjan (DWZ 1587) war etwas Hektik aus. Im Trainerteam entstanden Zweifel an der ursprünglich geplanten Eröffnungswahl und Nicolas wurde auf 1.e4 umgestellt, da der Gegner ausschließlich Skandinavisch (1. …d5) spielte. Diese Umstellung war ein voller Erfolg, da genau die erwartete Variante auf das Brett kam. Nicolas erhielt aus der Eröffnung heraus ganz leichten Vorteil.
Darüber hinaus erhielt sein Gegner die Gelegenheit positionelle Fehler zu machen. Was er denn auch tat. Nicolas tauschte die Damen und produzierte beim Gegner einen Doppelbauern, dessen Schwäche Nicolas ausnutzen konnte. In dem entstehenden Endspiel gab sein Gegner schließlich auf, da Nicolas drei Mehrbauern verwaltete und weitere Bauerngewinne drohten.
Das war eine solide Leistung von Nicolas. Ihm wurde aber nach der Partie kritisch gesagt, dass die Rochade zu den erlaubten Zügen zählt!

7. Runde
In der 7. Runde spielte Nicolas gegen Toshiya Aguike (DWZ 1540) mit Schwarz. Die Eröffnungsvorbereitung klappte nur halbwegs. Der Gegner wich vom Hauptweg ab und Nicolas griff auf sein Standardrepertoire im Paulsen-Sizilianer zurück. Lange hielt er die Partie im Gleichgewicht, dann unterlief ihm ein schwerer Fehler, den sein Gegner gut ausnutzte.
Danach verfolgten wir mit großer Spannung eine Spitzenpartie von "Landsmann" Peter Steinbrenner gegen Anton Belin. Peter sah lange wie der sichere Verlierer aus. In der absoluten Zeitnotphase riss Peter die Partie noch einmal herum und gewann. Damit hat der Spitzenspieler aus RLP nun 5 Punkte und liegt auf dem 6. Platz.

8. Runde
Am heutigen Donnerstag wurde nur eine Runde gespielt. Den Vormittag verbrachte Nicolas mit der Vorbereitung auf den nächsten Gegner, mit einer Stunde Völkerball und mit einer Stunde Tischfußball und Badminton. Das Wetter in Willingen war übrigens herrlich – nicht zu warm aber auch nicht kalt.
Sein Gegner in der heutigen Partie war Antoni Pawlak (DWZ 1355). Nicolas war der Rating – Favorit. Das hat aber vor allem dann nichts zu sagen, wenn man schachliche Grundsätze meint ignorieren zu können. Aber der Reihe nach.
Antoni spielte gegen den e4-Aufschlag von Nicolas eine französische Partie in einer Art Abtauschvariante. Das war eine Überraschung und nicht gut für den Gegner. Nicolas folgte einfach den bekannten Eröffnungsregeln und stand schnell merkbar besser. „Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.“ Nicolas begann riskant zu spielen. Er begann einen zweifelhaften Turmschwenk und spendete dem Gegner einen zentralen Bauern „für Angriff“. Aber leider entpuppte sich der Angriff als wenig durchsetzungsstark. Dann fiel ein zweiter Bauer und von einem „Angriff“ war immer noch nichts zu sehen. Nicolas stand glatt auf Verlust. Jetzt übersah aber der Gegner eine Fesselung und ein Schutzbauer des Königs konnte erobert werden. Schließlich opferte Nicolas noch einen ganzen Turm und bekam dafür vier(!) den König schützenden Bauern. Dieses Opfer war sicherlich nicht objektiv richtig. Die Engine mochte es gar nicht. Aber Nicolas spielte gegen einen Jungen und der hatte keinen Plan, was zu tun ist. Er versuchte erfolglos die Dame abzutauschen und stand nach jedem erfolglosen Versuch schlechter. Schließlich bekam Nicolas die Gelegenheit zu einem Dauerschach, das er aber ausschlug (er sah es nicht ). Zwei Züge später stellte sein Gegner die Dame ein und gab auf. Das war ein glücklicher Sieg, der Mutter und Trainer den Angstschweiß auf die Stirn trieb.
Nicolas hat jetzt 4,5 Punkte und belegt dank hoher Buchholzpunktzahl den 15. Platz. Morgen stehen zwei Spiele an. Das erste geht mit Schwarz gegen Arthur Hoppe (DWZ 1609). Wir drücken Nicolas die Daumen.
 
9. Runde
Am heutigen Freitag startete Nicolas auf Position 15 gegen Arthur Hoppe (DWZ 1609) mit Schwarz. Nach 1.d4 wählte Nicolas d5 und nach 2.c4 war ein übliches Damengambit entstanden, das Nicolas mit 2. … e6 ablehnte. Schon bald geriet Nicolas aus einer Abtauschfolge heraus in eine böse Fesselung, aus der er keinen Ausweg für seine Dame fand, obwohl es ihn gab. Mit einer daraus resultierenden Minusfigur war das Spiel bald entschieden. Nicolas hatte verloren.
 
10. Runde
Nicolas hatte Weiß und nach seinem Aufschlag 1. e4 kam Caro-Kann auf das Brett. Nicolas hatte eine Variante vorbereitet, die aber sein Gegner offensichtlich kannte. Mal wieder offerierte Nicolas „für Angriff“ einen Bauern, den aber sein Gegner fehlerhaft dankend ablehnte. Nicolas erhielt eine klare Gewinnstellung. Den Gewinn zu realisieren war allerdings schwer. Einige nicht offensichtliche Züge mussten gefunden werden. Dieses gelang Nicolas nicht und die zweite Verlustpartie hintereinander war Realität. Die Laune aller Beteiligten war nicht so gut. Morgen in der letzten der 11. Runde muss Nicolas erneut mit Schwarz spielen. Alle hoffen auf einen letzten Sieg.
 

11. Runde
Am heutigen Samstag startete Nicolas auf Position 34 gegen Hannes Obermair (DWZ 1320) mit Schwarz. Hannes spielte Englisch und nach den ersten Standardzügen entstand eine ausgeglichene Stellung. Heute entschied sich Nicolas wieder den Turbo anzuwerfen und blitzte seine Züge auf das Brett. Und es kam wie es kommen musste - Nicolas lief in einen einfachen Spieß auf seine beiden Türme und verlor die Qualität. Als fast jede Hoffnung auf einen Punktgewinn für Nicolas schwand, lies der Gegner einen Damentausch und darüber hinaus auch einen Läuferspieß auf einen Turm zu. Ein ausgeglichenes Bauernendspiel entstand und die Partie endete schließlich in einem glücklichen Remis. Das Remis bildete einen halbwegs guten Abschluss des Turnieres. Mit ein bisschen mehr Fokus hätte es auch mehr sein können.

Nicolas beendete das Turnier mit 5 Punkten auf dem 33. Platz. Das ist leicht schlechter als seine Startposition. Sein Ergebnis trifft den unteren Erwartungsbereich. Sein DWZ-Rating sollte sich nur unwesentlich ändern.

 

Bericht von Jürgen Wortmann

Die Rheinland-Pfalz Schachjugendmannschaftsmeisterschaften wurden 2023 am 13. und 14. 5. In Neustadt ausgetragen. In der Klasse der Unterzehnjährigen U10 war eine Mannschaft der Schachfreunde Limburgerhof am Start. Nur sechs Mannschaften nahmen am Turnier teil. Das war merklich weniger als in den vergangenen Jahren.

Die Partien wurden mit langer Bedenkzeit (60 Min + 30 Sek Inkrement pro Zug) gespielt. Damit qualifizierte sich das Turnier zur DWZ Auswertung. Das Limburgerhofer Team bestand aus Nicolas Wagener, Julian Fuhrmann, Eddy Jones und Finn Zöller. Nicolas Wagener spielte am ersten Brett und wurde zum Kapitän der Mannschaft gewählt. Ein Kapitän hat die Aufgaben die Ergebnisse der Spiele an die Turnierleitung zu melden, Ansprechpartner der Turnierleitung zu sein und bei der Beantwortung von Remis-Angeboten die Mannschaftsinteressen durch Abgabe einer ja-nein-Empfehlung einzubringen.

Nicolas hatte als RLP-Vizemeister U10 das höchste Rating und besetzte das erste Brett. Julian war schon turniererfahren und spielte an Brett 2. Eddy und Finn hatten bisher nur geringe Erfahrungen sammeln können und spielten am dritten und vierten Brett.

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Bild: Nicolas, Finn, Eddy, Julian (v.l.)

Die Mannschaftsmeisterschaften U10 bis U20 fanden in einem Spielsaal statt. Der so ziemlich gefüllte Raum hatte durch die Fülle an Partien und Spieler eine beachtliche Geräuschkulisse. Schön war, dass nach langer Zeit wieder einmal Eltern und Betreuer die Partien beobachten konnten. Abgetrennte Analyse- und Speiseräume entspannten das Gedränge.

Knappe Mannschaftsniederlagen gegen Kastellaun und Ramstein-Miesenbach (1,5 zu 2,5) bei einem (4 zu 0)-Erfolg gegen Heimbach-Weiß/ Neuwied war die Ausbeute des ersten Tages. Am zweiten Tag verlor Limburgerhof 1:3 gegen die stärkste Mannschaft aus Trier. Dabei gewann Nicolas erneut wie bei der Einzelmeisterschaft gegen den Dritten der RLP-JEM U10 Marnin Classen. Im folgenden Spiel gegen die punktgleiche Mannschaft aus Mainz gelang ein Unentschieden (2:2). Dieses Ergebnis bedeutete den 4. Platz im Turnier.

Nicolas wurde im Turnier seiner Favoritenstellung voll gerecht. Er gewann alle fünf Spiele, davon drei mit den Schwarzen Steinen. Dabei war er meist nicht wirklich gefordert und spielte überlegen. Julian spielte unglücklich und gewann nur eine Partie. Dabei erreichte er mehrfach eine Gewinnstellung. Insbesondere ein übersehenes Matt in vier Zügen schmerzte. Eddy und Finn machten ihre Sache gut und holten 1,5 bzw. 2,5 Punkte. Dabei ist der für die Mannschaftsplatzierung entscheidende Sieg in der fünften Runde hervorzuheben.

Der aus Limburgerhof stammende Nicolas Wagener ist Vizemeister Rheinland-Pfalz seiner Altersklasse (U10). Der erst 9-jährige spielte  Anfang April in der  Jugendherberge Oberwesel um den Titel. Dabei unterlag er lediglich seinem schärfsten Konkurrenten, Peter Steinbrenner, aus Kaiserslautern. Damit hat sich Nicolas für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die ab dem 27.05. in Willingen (Sauerland) stattfinden wird.

Den Titel als Vizemeister erzielte Nicolas in der letzten Runde, nachdem er gegen den Turnierdritten, Marnin Classen (Trier) gewann. Bei dieser Partie kam eine der Standarderöffnungsvarianten auf das Brett. Darin unterliefen Nicolas leichte Ungenauigkeiten und er musste in einer leicht schlechteren Stellung weiterspielen. Da patzte der Gegner, so dass Nicolas eine Gewinnstellung errang, welche er jedoch nicht für sich nutzen konnte. Weiter ging es in ausgeglichener Stellung. Da patzte der Gegner erneut – widerum konnte Nicolas die Gewinnstellung nicht richtig fortsetzen. Nachdem bereits die Schwerfiguren getauscht waren und nur noch ein Läufer, ein Springer und eine handvoll Bauern beiderseits übrig waren, konnte Nicolas strategisch den dominierenden Springer des Gegners gewinnen und führte die Partie siegreich zum Ende.

Trainer Jürgen Wortmann und die Eltern empfangen den stolzen Vizemeister. Nicolas besitzt nach diesem Turnier eine Deutsche Wertungszahl (DWZ) von 1490, was aktuell Platz 26 seiner Altersklasse in der BRD entspricht.

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Nicolas Wagener, Vizemeister U10 2023

 

Vollständiger Bericht (PDF) von Trainer Jürgen Wortmann HIER

Endtabelle (externer Link): Schachturnier-Ergebnisserver Chess-results.com - U10 RLPJEM